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Wer die IT outsourcet, produziert mehr

09.05.2008 | 12:40 Uhr |

Interessanterweise wirkt sich das Fehlen einer IT-Abteilung für die Systembetreuung positiv auf die Arbeitsleistung der Mitarbeiter aus.

In der Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) wird die landläufige Meinung widerlegt, dass die IT in fremden Händen die Produktivität eines Unternehmens ausbremt. Ganz im Gegenteil: Arbeiten Angestellte hauptsächlich an einem Computerarbeitsplatz, wird das Unternehmen mit IT-Outsourcing spürbar produktiver.

Ausgewertet wurde in der Studie eine Befragung unter über 2000 deutschen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes sowie des Dienstleistungssektors mit mindestens fünf Beschäftigten aus dem Jahr 2004. Die Forscher unterteilten die Unternehmen zunächst in zwei Gruppen: eine mit, die andere ohne IT-Outsourcing.

Um eine Vergleichbarkeit beider Gruppen sicherzustellen, bezieht die Studie nur solche IT-Dienstleistungen ein, die in fast allen Unternehmen relevant sind. Dazu gehören etwa die Installation von Hardware und Software oder die Systembetreuung. Speziellere IT-Dienstleistungen wie die Softwareprogrammierung bleiben dagegen unberücksichtigt, da sie für einen Großteil der Unternehmen nicht relevant sind.

Anschließend wurden die unterschiedlichen Auswirkungen von Inputfaktoren auf die Arbeitsproduktivität (gemessen anhand der Wertschöpfung pro Mitarbeiter) für beide Unternehmensgruppen getrennt betrachtet.

„Entgegen der landläufigen Meinung, IT-Outsourcing habe keine oder gar negative Auswirkungen auf die auslagernden Unternehmen, zeigen die Ergebnisse der Studie deutlich, dass IT-Outsourcing durchaus positive Produktivitätseffekte hat“, sagt ZEW-Experte Jörg Ohnemus. (dsc)

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