20.08.2008, 11:48

Hans-Christian Dirscherl

Studie

Vista wird bei 35 Prozent der PCs nachträglich entfernt

Angeblich wird Windows Vista nachträglich auf rund ein Drittel aller PCs durch XP ersetzt. Zumindest soll das bei einigen Rechnern der Fall sein, die von einer speziellen Monitoring-Software in den USA erfasst wurden.
3000 Rechner hat das Unternehmen Devil Mountain Software mit seiner Performance-Test-Software untersucht, wie aus einer Studie der US-IT-Nachrichtenseite Infoworld hervorgeht. Aus den dabei gewonnen Daten konnten unter anderem die tatsächlich auf den untersuchten PCs vorhandenen Betriebssysteme mit den Verkaufsunterlagen verglichen werden. Wenn man unterstellt, dass auf Windows-Rechnern, die in den letzten sechs Monaten verkauft wurden, eigentlich ab Hersteller das Betriebssystem Windows Vista vorinstalliert sein müsste, man aber ein anderes Betriebssystem vorfindet - dann bedeutet das, dass in diesen Fällen Vista nachträglich durch ein anderes OS ersetzt wurde. Und das soll bei 35 Prozent der untersuchten Rechner passiert sein.
Zumeist wurde in diesen Fällen Windows XP als tatsächlich vorhandenes Betriebssystem entdeckt, in einigen wenigen Fällen hatte eine Servervariante von Windows das Windows Vista ersetzt. Das Downgrade erfolgt vermutlich sowohl von den PC-Herstellern wie Dell oder Hewlett-Packard (die ein Downgrade von Vista auf XP anbieten) als auch durch die Käufer selbst.
Selbst wenn 3000 PCs nur einen winzigen Bruchteil an der Gesamtzahl aller in den letzten sechs Monaten verkauften Rechner ausmachen, so sind diese Zahlen, sofern sie korrekt sind, für Microsoft ein Desaster. Nachrichten wie diese würden aber erklären, weshalb Microsoft zuletzt auskunftsfreudiger zu Windows 7, dem Nachfolger von Vista, wurde.
So haben die Redmonder kürzlich sogar einen eigenen Weblog für Windows 7 online gestellt, in dem sich das Windows 7-Team rund um Steven Sinofsky zur Entwicklung des neuen Betriebssystems äußern will und bereits auch schon einige Details zur Organisationsstruktur des Windows 7-Teams verraten hat. Alle diese Meldungen führen dazu, dass Marktanalysten in den USA bereits darüber spekulieren, ob Microsoft "bei Vista das Handtuch wirft".
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