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Studie: UMTS soll GSM bis 2010 ersetzen

Nach ihrem mühseligen Start im Frühjahr 2004 soll die Mobilfunktechnik der 3. Generation innerhalb der kommenden vier Jahre den bisherigen Standard GSM vom Markt verdrängt haben. Dies geht aus einer Analyse des Marktforschers Forrester hervor. Die Anzahl an Mobiltelefonen, die nur die GSM-Technologie unterstützen, wird in den nächsten zwei Jahren stark abfallen. "2008 werden nur drei Prozent aller europäischen Handynutzer ausschließlich GSM nutzen, bis Ende 2010 wird die Zahl auf ein Prozent sinken", meint der Forrester-Analyst Niek van Veen. Der große "UMTS-Angriff" soll dann 2007 beginnen, womit auch GPRS stark an Boden verlieren wird. Lediglich 38 Prozent der Telefonkunden werden 2010 ein GPRS-Handy als Hauptgerät nutzen, aktuell sind es 70 Prozent.





Verantwortlich dafür, so die Analysten, sei der Umstand, dass Ende des laufenden Jahres die UMTS-Geräte deutlich kompakter werden, bessere Performance bieten und vor allem im Preis noch deutlich sinken werden. "Drei von fünf Nutzern werden 2010 einen UMTS-Vertrag abgeschlossen haben", so van Veen. Großbritannien und Italien werden die UMTS-Verbreitung anführen. Die Forrester-Schätzungen liegen für diese Länder bei 68 und 72 Prozent Marktdurchdringung, und damit deutlich höher als der westeuropäische Durchschnitt von 61 Prozent.

Bei der spannenden Frage zur mobilen Internetnutzung ist auch Forrester noch zurückhaltend. Das Erreichen der kritischen Masse durch UMTS werde es zwar ermöglichen mobile Internetservices flächendeckend anzubieten, jedoch werden nur etwa die Hälfte der Telefonkunden auch tatsächlich mit dem Mobiltelefon ins Internet gehen. Akutell sind 90 Prozent aller Telefone netztauglich, jedoch werden 93 Prozent des Datenverkehrs über GSM/GPRS abgewickelt.

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