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Studie: Surfer melden nur selten illegale Web-Inhalte

19.05.2004 | 16:34 Uhr |

In einer Umfrage haben die britischen Marktforscher von ICM Research im Auftrag der Internet Services Provider Association (ISPA) herausgefunden, dass nur 26 Prozent der Surfer aus ihrer Sicht illegale Web-Inhalte entsprechenden Behörden oder ihren Providern melden.

In einer Umfrage haben die britischen Marktforscher von ICM Research im Auftrag der Internet Services Provider Association (ISPA) herausgefunden, dass nur 26 Prozent der Surfer aus ihrer Sicht illegale Web-Inhalte entsprechenden Behörden oder ihren Providern melden.

Weniger als ein Drittel der User gaben an, dass sie die Person, die die illegalen Inhalte ins Internet stellt, für verantwortlich hält. Ebenfalls knapp ein Drittel war der Meinung, dass Provider für die illegalen Inhalte verantwortlich seien.

Die ISPA fordert die User zu mehr Verantwortung auf. Illegale Websites könnten nicht nur beim Provider, sondern beispielsweise auch bei der Internet Watch Foundation (IWF) gemeldet werden. "Online-Content verändert sich jede Sekunde und es ist nicht immer sofort klar, ob damit Gesetze verletzt werden", so Jessica Hendrie-Liano von der ISPA. Provider würden illegale Inhalte erst dann bemerken, wenn User darauf stoßen. Daher sei mehr Verantwortung von den Usern gefordert.

Die ISPA nennt als Beispiele für illegale Inhalte im Web neben Kinderpornographie auch Verleumdungen, Verletzungen des Urheberrechts und rassistische oder sexistische Inhalte. Oft sei Fachwissen erforderlich, um beurteilen zu können, ob der Inhalt einer Website illegal ist. Aus diesem Grunde könne auch die 1996 gegründete IWF kontaktiert werden.

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