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Steigender Konkurrenzdruck zwischen Satellit, Kabel, DVB-T und IPTV

16.09.2007 | 14:53 Uhr |

Im Bereich der TV-Übertragung entwickelt sich ein immer stärkerer Wettbewerb. Die aktuelle Goldmedia-Studie „Die Zukunft der TV-Übertragung“ hat die Zukunftspotentiale der unterschiedlichen Technologien, darunter IPTV und DVB-T, näher beleuchtet.

In den vergangenen sechs Jahren konnte die Satellitenübertragung aufgrund von digitalen TV-Angeboten einen Nutzerzuwachs verbuchen. Der Marktanteil stieg im Zeitraum von 2000 bis 2006 um zehn Prozentpunkte auf 45 Prozent. DVB-T ist ebenso wie Satellitenfernsehen kostenlos empfangbar. Während der Marktanteil dieser Technologie bundesweit lediglich bei fünf Prozent liegt, erreicht DVB-T in Ballungsräumen zehn bis zwanzig Prozent der potentiellen Zuschauer. Im Wettbewerb der TV-Infrastrukturen gewinnt auch Fernsehen über das Internet-Protokoll (IPTV) immer mehr an Bedeutung. Mit 50 Prozent Marktanteil ist das TV-Kabel jedoch immer noch der beliebteste Empfangsweg in deutschen Wohnzimmern. Auch diese Technologie profitiert von der Digitalisierung und Experten gehen davon aus, dass sich bis 2010 etwa die Hälfte der Kabelhaushalte für den digitalen Empfang entschieden haben wird.

Die Kabelnetzbetreiber sehen in Zusatzdiensten wie Internet und Telefonie ein zusätzliches Wachstumspotential. Etwa fünf Prozent der Kabelabonnements entfallen bereits heute auf diese beiden Dienste. In fünf Jahren rechnet man mit rund 22 Prozent, was die Kabelanbieter zu zentralen Wettbewerbern im Breitbandmarkt macht.

Diese Entwicklung ist im europäischen Ausland bereits weiter fortgeschritten. In Spanien und Großbritannien haben Kabel-Anbieter bereits mehr Internet- und Telefonkunden als klassische Fernsehabonnenten.

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