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Studie: Spam kostet 500 Euro pro Jahr und Mitarbeiter

02.08.2007 | 15:50 Uhr |

Im Rahmen einer Studie haben Forscher der Universität Hamburg ermittelt, dass Unternehmen durch Spam-Mails jährliche Kosten von etwa 500 Euro pro Mitarbeiter entstehen.

Die Studie "Kosten und Kostentreiber von unerwünschten Werbemails (Spam)" hat den Umgang mit Spam von etwa 1000 Universitätsangestellten untersucht. Sie fand statt unter der Leitung von Prof. Dr. Michel Clement, Lehrstuhlinhaber für Marketing und Medienmanagement am Institut für Marketing und Medien der Universität Hamburg . Demnach ist nicht nur die schiere Zahl erhaltener Spam-Mails für die dadurch verursachten Kosten verantwortlich. Auch das sich verändernde Verhalten der Empfänger beim Umgang mit Spam kann die Kosten in die Höhe treiben.

Die hohe Zahl erhaltener Mails führt dazu, dass Mitarbeiter häufiger ihr Postfach überprüfen, weil sie befürchten, eine wichtige Mail übersehen oder irrtümlich gelöscht zu haben. Dadurch wird zusätzliche Arbeitszeit verbraucht - die Produktivität sinkt, die Kosten steigen. Die empirischen Untersuchungen der Studie haben ergeben, dass durch Spam jährliche Kosten von etwa 500 Euro pro Mitarbeiter entstehen.

Im Vergleich dazu fallen die Kosten für Spam-Filterlösungen fast nicht mehr ins Gewicht. Professor Clement empfiehlt den Einsatz zentraler Spam-Filter, deren Regelwerk von den Benutzern beeinflusst werden kann. Haben sie keine Eingriffsmöglichkeit, steigt das Unsicherheitsgefühl. Das führt zu mehr Stress und zu Verhaltensänderungen, die als Kostentreiber wirken können.

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