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Studie: Skype bleibt vorerst Randerscheinung

05.12.2006 | 14:31 Uhr |

Trotz wachsender Popularität des Internet-Dienstes und Voice over IP (VoIP) ist der Großteil der internationalen Gespräche nach wie vor leitungsvermittelt.

Den Ergebnissen eines aktuellen Reports von TeleGeography zufolge, haben internationale Carrier in naher Zukunft noch keinen Grund für Existenzängste: Zwar werden im laufenden Jahr rund 13,8 Milliarden Gesprächsminuten über Skype abgewickelt - 6,2 Milliarden Minuten oder 80 Prozent mehr als im Vorjahr. Gemessen am gesamten internationalen Traffic von 313 Milliarden Gesprächsminuten ist der Skype-Anteil mit 4,4 Prozent (Vorjahr 2,2 Prozent) jedoch nach wie vor gering. Hinzu kommt, dass Anbieter wie Cable & Wireless oder Level 3 an Diensten wie "Skypeout" mitverdienen, da sie das Internet-Gespräch ins Festnetz terminieren.

Laut Studie wächst der Anteil des übrigen VoIP-Verkehrs - also Angebote von Vonage, Kabelbetreibern und Telcos - am internationalen Traffic gegenüber 2005 von 16,6 auf 19,8 Prozent, während der Anteil von leitungsvermittelten Gesprächen von 80,6 auf 75,8 Prozent zurückgeht.

Die Studienbetreiber sind davon überzeugt, dass Skype und VoIP-Services in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen, wenn auch nicht so schnell wie von manchen erwartet. "Eines Tages werden alle Gespräche über das Internet abgewickelt", erklärte Stephan Beckert, Research Director von TeleGeography. Angesichts der Zahlen sei jedoch klar, dass die traditionellen internationalen Carrier nicht von heute auf morgen verschwinden werden. (mb)

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