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Raubkopien richten weltweiten Schaden in Höhe von 59 Mrd. US-Dollar an

13.05.2011 | 17:35 Uhr |

Im Vergleich zum Vorjahr ist der finanzielle Schaden durch illegale Software um 14 Prozent gestiegen. Der weltweite Anteil an Raubkopien konnte jedoch ein leichtes Minus verbuchen.

Auch in diesem Jahr hat die Business Software Alliance (BSA) wieder eine aktuelle Studie zur weltweiten Verbreitung von illegalen Software-Kopien vorgelegt. So lag der entstandene, finanzielle Schaden im Jahr 2010 bei 59 Milliarden US-Dollar (rund 42 Milliarden Euro). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Schadenssumme dabei um 14 Prozent gestiegen. Der weltweite Anteil an Raubkopien ist jedoch von 43 auf 42 Prozent gesunken. Während illegale Kopien hierzulande rückläufig sind, steigt ihr Anteil in den Schwellenländern. Laut der BSA machen die betroffenen Staaten inzwischen die Hälfte des Schadens aus.

Relativ hoch ist die Piraterie-Quote mit 64 Prozent in Lateinamerika sowie in Ost- und Zentraleuropa. Unter den Top3 landen jedoch Georgien mit 93 Prozent, Zimbabwe mit 91 Prozent und Bangladesh mit 90 Prozent. Die niedrigste Quote weist Nordamerika mit gerade einmal 21 Prozent auf. In Deutschland liegen illegale Kopien bei 27 Prozent, wodurch 2010 ein finanzieller Schaden in Höhe von 1,6 Milliarden Euro entstanden ist.

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Eine häufige Ursache für den Einsatz von Raubkopien scheint die Unwissenheit der Anwender zu sein. So gaben 60 Prozent der Befragten in der BSA-Umfrage an, dass sie es als legal einstufen, eine einzelne Software-Lizenz zu erwerben und diese zu Hause auf mehreren Rechnern zu installieren.

In regelmäßigen Studien untersucht die BSA den finanziellen Schaden, welcher der Software-Industrie durch den Einsatz von Raubkopien entstanden ist. Dabei geht die Organisation davon aus, dass jeder, der Software illegal kopiert, diese auch zum herkömmlichen Ladenpreis gekauft hätte.

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