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Studie: Open-Source-Datenbanken sicherer als proprietäre

25.10.2005 | 14:19 Uhr |

Nach einer Studie ist die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Einbruch nur halb so groß.

Quelloffene Datenbank-Software wie etwa MySQL erfreut sich weiterhin steigender Beliebtheit bei Entwicklern und Anwendern. Das Marktforschungsunternehmen Evans Data hat im Rahmen seiner Herbst-Studie zur Datenbank-Entwicklung über 400 Datenbank-Entwickler befragt und dabei festgestellt, dass Sicherheitsgründe ein treibender Faktor für den Einsatz von Open-Source-Software (OSS) im Datenbankbereich sind.

Der Einsatz von Open-Source-Datenbanken hat im letzten halben Jahr um mehr als ein Fünftel zugenommen. Allein MySQL konnte um mehr als 25 Prozent zulegen und ist auf dem Weg zum Spitzenreiter, denn 44 Prozent der Entwickler setzen auf MySQL. Proprietäre Datenbanken, also solche deren Programmquelltexte nicht veröffentlicht werden, verlieren folglich Marktanteile.

Die wahrscheinlichste Sicherheitsvorfall bei proprietären Systemen war im letzten halben Jahr ein Eindringen ins Netzwerk. Bei quelloffenen Systemen war es das Überwinden der Benutzeranmeldung. Insgesamt war die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Einbruchs bei proprietären Datenbank-Systemen doppelt so hoch wie bei OSS-Lösungen.

Der zunehmende Einsatz quelloffener Datenbanken zeige, dass diese Systeme immer ausgereifter würden, folgert Evans Data. Bei etlichen Bewertungkriterien seien OSS-Datenbanken den proprietäten Systemen zumindest ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen.

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