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Studie: Online-Videoverkauf ist eine "Sackgasse"

14.05.2007 | 16:35 Uhr |

Der Verkauf von Filmen oder TV-Serien per Internet ist langsam angelaufen, mittlerweile beschert dieser Bereich den Studios und Händlern bereits Millionenumsätze. Doch damit könnte es schon bald vorbei sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Forrester Research.

Die Marktforscher von Forrester Research haben die Zukunftsaussichten von Anbietern wie etwa iTunes analysiert, die Filme oder TV-Serien online verkaufen. Die Ergebnisse sind laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters allerdings recht ernüchternd. Zwar wird erwartet, dass sich der Umsatz dieses Bereiches von 98 Millionen Dollar im Jahr 2006 auf 279 Millionen Dollar im Jahr 2007 nahezu verdreifachen wird, danach sieht es allerdings mau aus - so zumindest die Analysten. Sie gehen davon aus, dass der Umsatz schon im nächsten Jahr rückläufig sein könnte, da die Anwender auf bessere Angebote warten, um an Filme zu gelangen. Und diese sind gerade dabei, auf den Markt zu kommen, wird der Autor der Studie, James McQuivey, zitiert. Entsprechend bezeichnete McQuivey den Download-Video-Markt als "Sackgasse".

Als Grund für die zurückhaltenden Umsatzerwartungen geben die Marktforscher an, dass mittlerweile der Großteil der so genannten Early Adaptors und Medien-Süchtigen diese Angebote nutzen. Sollten diese nicht mehr Geld als bisher für den Kauf von Filmen per Internet ausgeben, als bislang (durchschnittlich 14 Dollar pro Jahr), sind auch keine Umsatzsteigerungen mehr zu erwarten. 9 Prozent der befragten Internet-Nutzer haben laut Forrester Research bereits für Filme aus dem Netz bezahlt.

Dass der "durchschnittliche" Nutzer sich bislang kaum um derartige Angebote schert, liegt laut Studie unter anderem an Stolpersteinen wie einer Vielzahl unterschiedlicher Formate oder an den fehlenden Möglichkeiten, die Inhalte am Fernseher anzusehen.

Die Zukunft liege laut Studie bei Angeboten, die Inhalte kostenlos anbieten und sich über Werbung finanzieren. Zudem sollten Anbieter darauf achten, dass sich die Inhalte auch innerhalb des heimischen Netzwerks einfach und bequem nutzen lassen können.

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