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Nokias Werksschließung lässt die Verbraucher kalt

Die Werksschließung in Bochum hat sich nicht negativ auf den Marktanteil von Nokia ausgewirkt. Im Februar erreichte der Hersteller in Deutschland einen Anteil von 40 Prozent und lag damit nur knapp unter dem Vorjahresniveau. Sinnlos waren die bundesweiten Protestmaßnahmen allerdings nicht.

Aller Aufregung um die Bochumer Werksschließung zum Trotz hat Nokia seinen Marktanteil im Februar verteidigt. Wie die WirtschaftsWoche in ihrer Online-Ausgabe berichtet, festigte der Marktführer aus Finnland im vergangenen Monat seinen Marktanteil und verkaufte in Deutschland 40 Prozent aller Mobiltelefone. Damit lag das Unternehmen nur knapp unter dem Vorjahresniveau. Die Zeitung beruft sich bei den Angaben auf Trendanalysen der Nürnberger GfK Gesellschaft für Konsumforschung. Demnach wurde besonders oft das Multimedia-Smartphone N95 verkauft.

Der Februar war der erste vollständige Monat nach der Bekanntgabe Nokias im Januar, ab Sommer 2008 das Bochumer Handy-Werk schließen zu wollen. Der Ankündigung folgten Boykottaufrufe aus Politik und Wirtschaft, sogar der Vorwurf des Subventionsbetruges wurde laut und von der nordrhein-westfälischen Landesregierung untersucht. Inzwischen fordert das Land von Nokia 60 Millionen.

Sinnlos waren die zahlreichen Proteste vor den Bochumer Werkstoren aber nicht. In einem Gespräch mit den Arbeitsnehmervertretern sicherten die Finnen den Angestellen einen umfangreichen Sozialplan zu, Experten schätzen den finanziellen Aufwand auf 100 bis 200 Millionen Euro. "Wir wissen um die Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern und werden dieser Veranwortung gerecht werden", erklärte Juha Äkräs, Senior Vice President Human Resources bei Nokia. "Unser gemeinsames Ziel ist, so schnell wie möglich sozial verantwortliche, faire und zufrieden stellende Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter zu finden".

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