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Motivation und Handlungsweise von Datendieben

11.01.2012 | 08:55 Uhr |

Unternehmen unterschätzen oft die Gefahren für ihr geistiges Eigentum, die von den eigenen Mitarbeitern ausgehen. Eine empirische Studie von Symantec zeigt typische Muster der Innentäter und ihrer Motivation.

Der Schutz geistigen Eigentums vor Datendieben ist für Unternehmen überlebenswichtig. Doch während meist Schutzmaßnahmen gegen Außenstehende getroffen werden, können Insider nahezu ungehindert und oft unbemerkt wichtige Unternehmensdaten nach außen tragen. Symantec hat in einer empirischen Studie untersucht, was über diese Innentäter bekannt ist.

Im Rahmen dieser Studie haben die forensischen Psychologen Dr. Eric Shaw und Dr. Harley Stock einige typische Muster identifiziert, die bei Innentätern zu beobachten sind. Im Schnitt sind sie 37 Jahre alt, männlich und bekleiden technische Positionen wie Ingenieur, Forscher oder Programmierer; mitunter handelt es sich auch um Manager. Sie haben oft sogar Betriebsvereinbarungen zum Umgang mit geistigem Eigentum unterzeichnet. Die Insider benutzen Mail, FTP-Server oder Remote Access, um interne Daten zu kopieren.

Nahezu zwei Drittel der Innentäter haben bereits eine neue Anstellung bei einem Konkurrenzunternehmen in der Tasche oder bauen sich eine selbständige Existenz auf. Mehr als die Hälfte wird im letzten Monat ihrer Beschäftigung zum Datendieb. In externem Auftrag handeln über 20 Prozent und mehr als ein Viertel geben die Informationen an ein fremdes Unternehmen weiter.

Die entwendeten Daten sind in 75 Prozent der Fälle Informationen, auf die diese Angestellten ohnehin legitimen Zugriff haben. In mehr als der Hälfte der Fälle stehlen sie Geschäftsgeheimnisse. Bei 30 Prozent sind es Zahlungsdaten, Preislisten und dergleichen. Quelltexte sind in jedem fünften Fall das Ziel, Geschäftspläne bei sechs Prozent.

Im Vorfeld solcher Datendiebstähle gibt es oft unternehmensinterne Probleme, die dann zu den Taten führen. Auch Stress und Verhaltensänderungen können Hinweise auf Datendiebstahl sein. Doch es sind nicht nur Datendiebe, die Geschäftsgeheimnisse verraten. Auch Fahrlässigkeit und Unkenntnis können zu kritischen Datenlecks führen. Symantec hat einen Psychotest  erstellt, der Ihnen verrät, welcher Typ Sie beim Umgang mit Daten sind.

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