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Mittelständler vernachlässigen Sicherheit

20.08.2008 | 16:33 Uhr |

Sensible Daten verschlampt, vertrauliche Informationen gestohlen – der Verlust von firmeninternem Material prägt beinahe wöchentlich die Schlagzeilen der Presse. Doch während große und international tätige Unternehmen mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen auf den Daten-Schlendrian reagieren, hapert es in kleineren und mittelständischen Firmen häufig an adäquaten Sicherheitskonzepten, wie eine Studie ermittelt.

Eine Studie des Londoner Marktforschungsunternehmens ICM Research bei 100 europäischen IT-Verantwortlichen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) liefert die Erklärung - Sorglosigkeit: Nicht weniger als 58 Prozent der befragten Unternehmen zeigten sich davon überzeugt, kein „lohnendes Ziel für Internetkriminelle abzugeben. 45 Prozent verlassen sich darauf, aus mangelnder Bekanntheit nicht ins Visier von Hackern zu geraten.

Eine gefährliche Einstellung, wie das Linux-Unternehmen Collax meint: Oftmals speichern gerade kleine und mittelständische Spezialunternehmen sensible Kundeninformationen, die sich für einen Datenmissbrauch regelrecht anbieten: „Häufig fallen dann Argumente wie Zeitmangel, hohe Ressourcen oder Kapitalbindung für Konfiguration und Wartung der Sicherheits-Software“, so die Erfahrung von Boris Nalbach, CEO und CTO von Collax. Und das, obwohl eine Attacke sogar die Existenz kosten oder zumindest einen erheblichen finanziellen Schaden und Imageverlust für Unternehmen bedeuten kann.

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