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Studie: Managementfehler häufigste Insolvenzursache

27.09.2006 | 13:55 Uhr |

Fehlendes Controlling, Finanzierungslücken und ein unzureichendes Debitorenmanagement sind die Hauptursachen für Firmenpleiten.

Fehlendes Controlling, Finanzierungslücken und ein unzureichendes Debitorenmanagement sind die Hauptursachen, warum Unternehmen insolvent werden. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Umfrage der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG unter Deutschlands Insolvenzverwaltern.

In der repräsentativen Studie, die der Kreditversicherer Euler Hermes zusammen mit dem Zentrum für Insolvenz und Sanierung an der Universität Mannheim (ZIS) durchgeführt hat, wurden bundesweit insgesamt 125 führende Insolvenzverwalter nach den wichtigsten Insolvenzursachen befragt. Sie bearbeiten aktuell rund 19.000 Insolvenzen.

Die befragten Insolvenzverwalter sind sich einig, dass in der Regel nicht nur ein Faktor, sondern ein ganzes Bündel an Ursachen für den Zusammenbruch eines Unternehmens verantwortlich ist. An erster Stelle stehen nach Meinung von 79 Prozent der Befragten "Fehlendes Controlling", gefolgt von "Finanzierungslücken" (76 Prozent), einem "unzureichenden Debitorenmanagement" (64 Prozent) und einer "autoritären, rigiden Führung" (57 Prozent). Dazu kommen "ungenügende Transparenz und Kommunikation" (44 Prozent), "Investitionsfehler" (42 Prozent) und eine "falsche Produktionsplanung" (41 Prozent).

"Die Ergebnisse decken sich mit unseren Erfahrungen, dass viele Unternehmen das Debitorenmanagement vernachlässigen und dadurch in existenzbedrohende Krisen geraten. Unternehmen müssen dieses Thema ernster nehmen - und zwar unabhängig von der jeweils aktuellen konjunkturellen Entwicklung", so Dr. Gerd-Uwe Baden, Vorstandsvorsitzender der Euler Hermes Kreditversicherung. (mf)

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