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Studie: MP3-Dateien kosten Unternehmen richtig Geld

26.10.2004 | 11:59 Uhr |

Mitarbeiter, die ihren MP3-Player mit ins Büro bringen und sich dort neben der täglichen Arbeit mit dem Herunterladen von MP3-Dateien beschäftigen, verursachen laut einer australischen Studie massiv Kosten.

Mitarbeiter, die sich im Büro mit dem Herunterladen von MP3-Dateien oder Videos beschäftigen, kosten ihren Arbeitgeber richtig Geld. So das Ergebnis einer Studie des in Melbourne ansässigen Unternehmens Exinda Networks. Für die Untersuchung wurden aktuelle Daten des australischen "Bureau of Statistics" und eines der größten nationalen Internet Service Provider herangezogen.

Demnach geben australische Unternehmen jährlich 337,5 Millionen US-Dollar für Internetkosten aus, wovon 44 Millionen Dollar pro Jahr auf das Herunterladen von MP3s und Filmen entfallen. Die Ausfälle hinsichtlich der Produktivität sind dabei noch gar nicht eingerechnet.

Der Direktor von Exinda Networks, Con Nikolouzakis, erläutert, dass diese Dateien viel Platz in den Netzwerken der Firmen beanspruchen und diese messbar verlangsamen. "Hüten Sie sich vor Angestellten, die ihren MP3-Player mit ins Büro bringen", warnt Nikolouzakis. Und weiter: "Sie können bis zu 40 Gigabyte an Musik, Filmen oder Programmen speichern und Ihre Netzwerk-Performance 'töten'".

Laut Nikolouzakis könnten australischen Unternehmen mit dem Einsatz von Netzwerk-Monitor-Techniken jährlich bis zu 169 Millionen US-Dollar einsparen. Dieses Potenzial würde dadurch erreicht, indem den einzelnen Mitarbeitern nur begrenzte Ressourcen im Netzwerk zugeteilt würden und die Firmen dadurch die Möglichkeit erhalten, wichtige Arbeiten zu priorisieren und illegale Tätigkeiten zu stoppen.

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