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Studie: Linux hat 985 Bugs in 5,7 Mio. Code-Zeilen

15.12.2004 | 12:53 Uhr |

Insgesamt 985 Bugs in 5,7 Millionen Programmzeilen fanden die Source-Code-Analysten von Coverity im aktuellen Linux-Kernel 2.6. Damit schneidet Linux besser ab, als viele andere kommerzielle Programme mit ähnlichem Code-Umfang.

Die Source-Code-Analysten von Coverity haben sich einmal genauer das Open-Source-Betriebssystem Linux angesehen. Insbesondere wurde in dem 5,7 Millionen Code-Zeilen umfassenden Linux-Kernel 2.6 nach Bugs gesucht. Fündig wurden die Analysten laut einem Bericht von Cnet insgesamt 985 Mal.

Je mehr Code-Zeilen desto mehr Bugs. Linux macht da ebenfalls keine Ausnahme. Allerdings schneidet Linux laut Coverity besser ab, als die meisten kommerziellen Programme. Diese hätten bei ähnlicher Größe durchschnittlich 5.000 Bugs. Daher kommt die Analysten zu dem Schluss: "Was die Bug-Dichte anbelangt, ist Linux ein sehr gutes System."

Die Frage, welches Betriebssystem denn nun weniger Bugs hat, Linux oder Windows, kann Coverity allerdings nicht beantworten. Der Grund: Der Windows-Quellcode ist nicht offen und lag daher auch nicht den Analysten vor.

"Nach dem Studium anderer Berichte würde ich aber sagen, dass Linux vergleichbar mit oder besser als Windows ist", so Coverity-Chef Setz Hallem. Immerhin zeige die Analyse, dass auch bei einer großen Open-Source-Entwicklung ein sicheres Betriebssystem entstehen könne.

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