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Studie: Kriminelle Mitarbeiter verursachten 2005 Schaden in Höhe von 1,5 Milliarden Euro

29.09.2006 | 10:10 Uhr |

Auch 2006 nehmen die Fälle krimineller Handlungen in Unternehmen deutlich zu. Häufig sind die eigenen Mitarbeiter die Täter.

Auch 2006 nehmen die Fälle krimineller Handlungen in Unternehmen deutlich zu. Die Folge sind Verluste in Milliardenhöhe. Nicht selten sind die eigenen Mitarbeiter die Täter.

Nach der aktuellen Schätzung der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG in Hamburg wird die Zahl der Fälle von Betrug, Untreue und Unterschlagung 2006 auf 1,15 Millionen und damit um 4,3 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr steigen. Die Schadensumme erhöht sich sogar um 22 Prozent gegenüber 2005 auf rund 4,5 Milliarden Euro. Ungefähr 40 Prozent davon, also 1,8 Milliarden Euro, gehen 2006 auf das Konto von Mitarbeitern, schätzt Euler Hermes.

Zunahme bei kleinen Delikten in mittelständischen Unternehmen

Die Zahl der Vermögensdelikte ist in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gestiegen, seit der Jahrtausendwende betrug die Veränderung 28 Prozent. Die Schadensumme bleibt dagegen mit rund fünf Milliarden Euro im Schnitt pro Jahr konstant auf hohem Niveau, allerdings mit großen Schwankungen zwischen 3,7 und 6,6 Milliarden Euro jährlich seit 2000. Dies lässt darauf schließen, dass gerade die Zahl verhältnismäßig kleiner Delikte in mittelständischen Unternehmen kontinuierlich steigt, während größere Fälle in großen Unternehmen die jährlichen Schwankungen bestimmen.

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