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Kleine Firmen verlieren Kunden durch IT-Ausfälle

08.10.2009 | 07:52 Uhr |

Eine Symantec-Studie zeigt: Viele kleine und mittelständische Unternehmen schätzen die Wirkung ihrer Disaster Recovery-Pläne und die Loyalität ihrer Kunden viel zu optimistisch ein.

Wie gut haben sich kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) gegen IT-Ausfälle gewappnet? Eine aktuelle Symantec-Studie liefert die Antwort auf diese Frage: KMUs schätzen ihre Vorkehrungen viel zu positiv ein, denn rund die Hälfte der 1650 Befragten hat nicht einmal einen entsprechenden Disaster Recovery-Plan aufgesetzt. Dabei verursacht ein IT-Vorfall der Studie zufolge einen Schaden von durchschnittlich 15.000 Dollar. Alarmierend: Die Kunden der KMUs tolerieren solche Ausfälle nicht mehr und wechseln lieber zur Konkurrenz.

Viren, Hackerangriffe, Stromausfälle oder Naturkatastrophen: Die Ergebnisse der " 2009 SMB Disaster Preparedness Survey " von Symantec zeigen, dass die befragten KMUs alleine in den vergangenen zwölf Monaten durchschnittlich drei IT-Ausfälle zu vermelden hatten. Ausfälle, durch die bei rund 42 Prozent der Befragten der IT-Betrieb für acht Stunden und länger still stand. Im Schnitt entstand den Betroffenen ein Schaden von 15.000 Dollar, einer von vier Befragten hat dabei sogar wichtige Daten verloren.

Diese Ergebnisse stehen im krassen Gegensatz dazu, wie die befragten KMUs die Wirkung ihrer Gegenmaßnahmen einschätzen. So setzt die überwältigende Mehrheit großes Vertrauen in ihre aufgesetzten Disaster Recovery-Pläne. 82 Prozent der weltweit befragten IT-Zuständigen gaben an, dass sie zufrieden bis sehr zufrieden mit ihren Vorkehrungen sind. Die deutschen Unternehmen sind etwas weniger euphorisch. Rund 59 Prozent schließen sich dieser Aussage an. Bei der Frage, wie gut vorbereitet sie sich für den Fall einer IT-Störung fühlen, kommt die Studie zu ähnlichen Ergebnissen. Während weltweit 84 Prozent der KMUs sagen, dass sie sich geschützt bis sehr geschützt fühlen, sind es in Deutschland mit 66 Prozent etwas weniger. Ein alarmierendes Ergebnis, denn die Hälfte dieser KMUs gibt gleichzeitig an, noch nicht zu wissen, wie sie in einem solchen Fall reagieren sollten.

Loyalität der Kunden aufs Spiel gesetzt
Die meisten KMUs gehen davon aus, dass solche Vorfälle nur interne Folgen auslösen und ihre Kunden darauf mit Verständnis und Geduld reagieren. Besonders die deutschen KMUs sind extrem zuversichtlich. Keines der befragten Unternehmen hierzulande meint, dass sich seine Kunden im Ernstfall nach Alternativen umsehen oder gar zur Konkurrenz wechseln würden. Weltweit fürchten immerhin 34 Prozent der Studienteilnehmer diese Schritte.

Dabei wirkt sich das riskante Verhalten der KMUs besonders auf die Kunden aus. Wie die Studie herausfand, sind 42 Prozent der Befragten bei einem Vorfall im Netz ihres bevorzugten Anbieters zur Konkurrenz gewechselt. 63 Prozent sagten, dass die IT-Ausfälle dem Ansehen ihres Anbieters geschadet habe.

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