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Kein Internet-Kollaps in Sicht

04.09.2008 | 12:09 Uhr |

Immer wieder wird dem Internet wegen des zunehmenden Datenaufkommens das Ende vorhergesagt. Tatsächlich ging der Verkehr auf den Datenautobahnen 2008 aber zurück.

Von Mitte 2007 bis Mitte 2008 erhöhte sich das Datenvolumen weltweit nur um 53 Prozent – im Vorjahr waren es noch 61 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt das Marktforschungsunternehmen TeleGeography .

Bereits im zweiten Jahr in Folge wuchs die Netzkapazität damit schneller als der Datenverkehr. Die Folge ist eine geringere Auslastung vieler Netzknoten. Die durchschnittliche Auslastung sank von 31 Prozent in 2007 auf 29 Prozent. Belastungsspitzen gingen 44 Prozent auf 43 Prozent zurück.

Dass die bestehende Netzkapazität insgesamt weniger genutzt wird, täuscht aber über regionale Unterschiede hinweg. Während die Auslastung in Europa und Asien zurückging, stieg sie in den Vereinigten Staaten, Kanada und Lateinamerika an. Hier übertraf das Wachstum des Datenverkehrs den Ausbau der zur Verfügung stehenden Bandbreite. Der Verkehrt steigerte sich in den USA und in Lateinamerika um 112 Prozent. Das Datenvolumen auf Internetverbindungen zwischen großen Städten in den Vereinigten Staaten erhöhte sich auf 47 Prozent.

Seit 2001 nimmt die Zahl der Breitbandnutzer zwar nicht mehr so stark zu, der Internetverkehr wächst aber weiter stabil, da sich das Datenvolumen des einzelnen erhöht hat. Dafür sorgt vor allem die gesteigerte Nachfrage nach leistungsintensiven Web-Inhalten wie Video-on-Demand, Peer-to-Peer-Dienste oder Streaming-Angebote.

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