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Studie: Kamera-Handys werden Digicams ablösen

Der Optik-Spezialist Schneider Kreuznach fand in einer weltweiten Studie heraus, dass jeder vierte Befragte auf seine Digitalkamera verzichten könnte, würde die Qualität der Handy-Kameras mit der von heutigen Digicams mithalten können. Vor allem hierzulande wird der Digitalkamera der Vorzug gegeben.

Ein umfangreiches Repertoire an multimedialen Funktionen gehört bei modernen Mobiltelefonen der gehobenen Mittelklasse zum guten Ton, besonders wichtig ist für den Endkunden neben der Musikwiedergabe auch die Möglichkeit, hochauflösende Fotos und Videos aufnehmen zu können. Deshalb laufen die Marketingmaschinen seit zwei Jahren - dem Zeitpunkt des ersten Megapixel-Handys auf deutschem Boden (Sharp GX30 ), auf Hochtouren. Seitdem hat sich die Industrie den Wünschen der Verbraucher angepasst und die Pixelzahl stetig gesteigert.

Laut einer Studie des Optik-Spezialisten Schneider Kreuznach steht die Foto-Branche erneut vor dem Umbruch: demnach werden Digitalkameras schon bald von Foto-Handys verdrängt. Zwar würde im internationalen Vergleich jeder Vierte in Zukunft nur noch mit dem Handy fotografieren, die Befragten erwarten von den Geräten jedoch eine Bildqualität von Digitalkameras der gehobenen Mittelklasse mit sechs Megapixeln. Knapp 43 Prozent wären eventuell bereit, ihre Kamera gegen das Handy einzutauschen und lediglich 32 Prozent geben der Digicam den Vorzug.

Die Entwicklung begründet sich im regionalen Nutzungsverhalten der Anwender. So sind besonders Inder und Chinesen der Handy-Fotografie gegenüber aufgeschlossen: acht von zehn Nutzern (79 Prozent) können sich vorstellen, nur noch mit ihren Mobiltelefonen zu fotografieren. Während in Indien und China mehr als jeder Zweite mehrmals pro Woche mit dem Handy Fotos aufnimmt (60 bzw. 52 Prozent), greifen in den USA nur 26 Prozent zum mobilen Endgerät, in Deutschland sind es nur zwölf Prozent; die Handy-Kamera wird hierzulande von 59 Prozent der Befragten niemals verwendet.

Bislang wird vor allem die Bildqualität heutiger Endgeräte bemängelt, die laut Umfrage der Hauptgrund für die Nicht-Verwendung der Foto-Funktion des Mobiltelefons ist. Doch nicht die Auflösung ist für hochwertige Bilder verantwortlich, insbesondere leistungsfähige Objektive sind für gute Fotos ausschlaggebend. Hier wird es künftig die Rolle der spezialisierten Hersteller sein, ihr Wissen einzubringen, um die Funktionen moderner Handys zu verbessern.

Mit Carl Zeiss (Nokia) und Cybershot (Sony Ericsson) hat die Branche bereits reagiert und bringt Modelle auf den Markt, bei denen die Fotoqualität in den Vordergrund gehoben wird. Für die repräsentative Studie wurden knapp 1.000 Personen in Deutschland, China, Indien und den USA konkret zu ihrem Nutzungsverhalten beim Fotografieren mit Digitalkameras und Mobiltelefonen befragt.

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