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Studie: Jedes dritte Unternehmen gehackt

03.11.2005 | 16:12 Uhr |

Laut einer Umfrage unter großen Unternehmen war jedes dritte Unternehmen schon Opfer von Angriffen.

Die Ergebnisse einer Umfrage eines Herstellers von Kommunikations-Software zeigen, dass erfolgreiche Angriffe auf Unternehmensnetzwerke keine Einzelfälle sind. Amplitude Research befragte Anfang Oktober im Auftrag von VanDyke 360 Administratoren und IT-Verantwortliche größerer Unternehmen.

Von den an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen geben mehr als ein Viertel an, sie seien in den letzten zwei Jahren Opfer von Angriffen auf ihre IT-Infrastruktur geworden, bei den Unternehmen mit mehr als 20.000 Beschäftigten sind es sogar mehr als 40 Prozent. Gewichtet ergibt sich ein Gesamtanteil von über 30 Prozent.

Die Firmen versuchen sich mit einer Reihe von Maßnahmen vor Angriffen zu schützen:

92,26 Prozent installieren eine Firewall-Lösung zwischen Internet und LAN
53,56 Prozent setzen Netzwerkanalyse-Programme wie den Microsoft Baseline Security Analyzer ein
53,25 Prozent sperren unsichere Protokolle wie Telnet oder FTP
51,70 Prozent installieren ein Intrusion Detection Dystem (IDS)
50,77 Prozent setzen Desktop Firewalls ein

Mehr als 50 Prozent der mittleren und großen Unternehmen lassen regelmäßig automatisierte Scripts laufen, die die Sicherheit überwachen und Antivirus-Updates auf die Arbeitsplatzrechner verteilen. Gefragt wurde auch nach den Informationsquellen, aus denen sich die IT-Verantwortlichen Hinweise zur Verbesserung der Sicherheit holen. Hier rangieren spezialisierte Websites mit 69 Prozent auf dem ersten Platz, gefolgt von Zeitschriften (67,5 Prozent) und Seminaren bei Schulungsfirmen mit 53 Prozent.

Insgesamt nehmen Firmen die Gefahr durch Angriffe inzwischen recht ernst und geben auch einiges an Geld für Sicherheitsmaßnahmen aus. Es verbleibt allerdings immer noch eine erhebliche Zahl von Unternehmen, die dieses Thema zu nachlässig angehen.

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