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Jeder dritte Jugendliche leidet unter Cybermobbing

09.06.2011 | 18:41 Uhr |

Im Rahmen einer aktuellen Studie kam das Meinungsforschungsinstitut Forsa zu dem Ergebnis, dass jeder dritte Jugendliche schon einmal zum Opfer einer Cybermobbing-Attacke geworden ist.

Mit der zunehmenden Verbreitung des Internets und der unter Jugendlichen selbstverständlichen Nutzung von sozialen Netzwerken, finden auch Schulhof-Hänseleien ihren Weg in die virtuelle Welt. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Rahmen einer aktuellen Studie für die Techniker Krankenkasse (TK) 1.000 Schüler in Nordrhein-Westfalen befragt. Das Ergebnis: Jeder Dritte im Alter von 14 bis 20 Jahren ist schon einmal einer Cybermobbing-Attacke zum Opfer gefallen. Laut Günter van Aalst, Leiter der nordrhein-westfälischen Landesvertretung der Techniker Krankenkasse, müsse dabei von rund 400.000 betroffenen Schülern in NRW ausgegangen werden.

Die häufigste Form von Cybermobbing sind laut der Forsa-Studie Drohungen oder Beleidigungen per Internet bzw. Handy, unter denen jedes fünfte Opfer leidet. Verleumdungen wurden von jedem sechsten der Mobbing-Opfer angegeben. Zum Diebstahl oder dem Missbrauch der Identität im Internet kam es nur bei elf Prozent der Befragten.

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Cybermobbing-Opfer werden durch entsprechende Angriffe in der Regel wütend. 24 Prozent sind verzweifelt und 22 Prozent fühlen sich gegenüber ihren Peinigern hilflos. Die psychische Belastung schlägt sich bei vielen Schülern auch in körperlichen Symptomen nieder. So klagen 17 Prozent über Schlafstörungen, währen zehn und acht Prozent unter Kopf- bzw. Bauchschmerzen leiden.

Soziale Netze sagen Cyber-Mobbing den Kampf an

Die Forsa-Studie belegt außerdem die Verbreitung des Internets unter den Jugendlichen. 99 Prozent der Befragten nutzen das World Wide Web, 69 Prozent von ihnen nutzen ihren PC täglich länger als eine Stunde zum Surfen. Während 63 Prozent einen Account in einem der zahlreichen sozialen Netzwerke betreuen, treffen sich nur 36 Prozent der Schüler in Chatrooms.

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