01.02.2012, 17:22

Denise Bergert

Studie

Internetsucht beeinflusst den Hirnaufbau

In einer aktuellen Studie fanden chinesische Forscher heraus, dass das so genannte Internet-Abhängigkeits-Syndrom nicht nur soziale, sondern auch neurologische Folgen hat.
Die Forschung im Bereich der Internetsucht ist ein noch relativ junges Feld. Wissenschaftler weltweit widmen ihre Arbeit dem so genannten Internet-Abhängigkeits-Syndrom – mit überraschenden Ergebnissen. Im Rahmen einer aktuellen Studie fanden chinesische Forscher heraus, dass die Online-Abhängigkeit stärkere Ähnlichkeiten zu Alkohol- oder Spielsucht aufweist, als bislang vermutet.

So beeinflusst Internetsucht nicht nur die Psyche und das soziale Verhalten des Abhängigen, sondern manifestiert sich auch in neuralen Auffälligkeiten. Mit Hilfe der Magnetresonanztomografie (MRT) untersuchte das Forscher-Team die Gehirne von 17 Jugendlichen, die unter dem Internet-Abhängigkeits-Syndrom litten. Dabei konnte eine Veränderung in den Nervenfasern festgestellt werden, die für wichtige Hirnfunktionen wie Emotionen, Motorik, Emotionen und Aufmerksamkeitssteuerung verantwortlich sind.
China: Elektroschocks gegen Internetsucht
Möglichkeiten zur Diagnose und Behandlung von Internetsucht gibt es bislang zu wenige. Der eigentliche Suchtbegriff des Internet-Abhängigkeits-Syndroms wurde international noch nicht als anerkannte Krankheit definiert. Obwohl die Nachfrage nach Behandlungsmöglichkeiten laut der Drogenbeauftragten der Bundesrepublik stetig wächst, sind auch diese bislang unzureichend. Derzeit werden Betroffene mit Verhaltenstherapien im Einzelgespräch oder Gruppensitzungen wieder ins normale Leben zurückgeführt. Viele Methoden befinden sich jedoch noch im Erprobungsstadium.
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