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Immer mehr Kunden telefonieren mobil

Der deutsche Mobilfunkmarkt ist im ersten Quartal 2009 auf 4,8 Milliarden Euro geschrumpft, berichtet das niederländische Branchenportal Telecompaper in seiner neuen Analyse.

Der Gesamtumsatz der deutschen Mobilfunkanbieter lag in den Monaten Januar bis März 2009 ein halbes Prozent unter dem Vergleichsquartal des Vorjahres und sogar 3,7 Prozent unter dem vierten Quartal 2008. Der Umsatz mit Datendiensten stieg zwar auf 141 Millionen Euro, aber er konnte den Umsatzverlust bei den Sprachdiensten nicht ausgleichen.

Vodafone und T-Mobile haben zusammen einen Marktanteil von rund 70 Prozent der Mobilfunkumsätze in Deutschland. T-Mobile konnte über das Jahr mit 0,5 Prozentpunkte sogar vergleichsweise gut zulegen und hat jetzt einen Marktanteil von 38,5 Prozent. Nur E-Plus wuchs mit 0,7 Prozentpunkten noch stärker und steigerte seinen Marktanteil auf 15,4 Prozent. Deutschlands viertgrößter Netzbetreiber O2 steigerte seinen Marktanteil um 0,2 Prozentpunkte auf 14,5 Prozent. Vodafone verlor 1,2 Prozentpunkte und liegt bei einem Marktanteil von 34,5 Prozent.

Im Jahresvergleich konnten die deutschen Mobilfunkanbieter rund 7 Millionen Kunden hinzugewinnen. Insgesamt besaßen die Deutschen Ende März 107 Millionen Mobilfunkanschlüsse. Das entspricht 130 Prozent der Bevölkerung. Am Anfang vergangenen Jahres betrug die Marktdurchdringung 122 Prozent.

Telecompapers schätzt, dass der deutsche Markt 2009 trotz Wirtschaftskrise nur um etwa ein bis zwei Prozent schrumpft. Zu alltäglich ist heute die mobile Erreichbarkeit geworden, als dass die Kunden darauf verzichten möchten. Allerdings wird mehr auf die Kosten geachtet, die Handyverträge und Mobiltelefonate verursachen. Die Gewinner der Krise sind SIM-only-Angebote und virtuelle Netzbetreiber wie Prepaid-Discounter.

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