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IT-Führungskräfte wissen zu wenig über ihre Entwicklungsprojekte

11.10.2007 | 13:30 Uhr |

IT-Führungskräfte in Softwarefirmen tappen zumeist zu sehr im Dunklen, was den Stand ihrer Entwicklungsprojekte angeht.

Das legt zumindest eine aktuelle Studie von Forrester Research nahe. In der Folge seien die Entwicklungsverantwortlichen nur unzureichend in der Lage, den Erfolg der Projekte gegenüber ihrem eigenen Management oder Kunden darzustellen. Forrester hat im Rahmen seiner Studie unter anderem folgendes ermittelt:

  • Obwohl inzwischen mehr Projekte zukunftsgerichtet sind, fokussieren sich die Verantwortlichen immer noch vor allem auf Themen wie Kostensenkung (43 Prozent), Verbesserung der Softwarequalität (35 Prozent) oder kürze Einführungszeiten (28 Prozent).

  • Zukunftsorientierte Ziele wie SOA-Einführung (14 Prozent) oder agile Entwicklungsprozess (zehn Prozent) haben sie weit weniger auf dem Schirm. Dies liegt insbesondere am (mangelnden) Anforderungs-Management.

  • Häufig fehlen den Projektverantwortlichen genügend Messgrößen für den Projektfortschritt. Vier von zehn Führungskräften etwa sind unzufrieden mit ihrem Kenntnisstand bezüglich der Softwarequalität.

  • Die Beschaffung von Informationen ist mühselig und zeitraubend. Fast jede dritte Führungskraft verbringt damit mehr als fünf Stunden pro Woche, weitere 21 Prozent zwischen drei und fünf Stunden. Ebenfalls jeder Dritte muss eigene Reports kreieren oder ad hoc Anfragen stellen (Mitarbeiter anrufen oder anmailen und auf Antwort warten, wenn er Informationen benötigt.

  • Immerhin zwei von drei Entwicklungs-Verantwortlichen erhalten regelmäßige Statusreports. Diese sind aber häufig unvollständig, so dass Zusatzinformationen eingeholt werden müssen.

  • Nur jeder Achte hat eine Art Dashboard zur Verfügung, um die Projektfortschritte einzusehen. In tiefere Informationsschichten vordringen können damit sogar noch wenigere.

  • In der Folge bekommen Kunden und Anwender nur unzureichende Informationen über den Projektstatus hinsichtlich Risikostufe, Kosten, Zeitplanung und Qualität. Statt der geforderten durchschnittlich 3,9 Kennzahlen erhalten sie im Schnitt nur 2,9.

Die Befragung führte Forrester im Mai dieses Jahres im Auftrag von Compuware durch. Online befragt wurden dabei 417 IT-Führungskräfte in größeren (500 Millionen Dollar oder mehr Jahresumsatz) Software-Entwicklungsfirmen aus den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. (tc)

Dieser Artikel stammt von Computerwoche.de .

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