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Studie: Handyparken wird gern angenommen

28.02.2007 | 14:33 Uhr

Über 50.000 Mal pro Monat nutzen Autofahrer in zehn verschiedenen Städten in Deutschland das so genannte Handyparken. Es ist bequem, allerdings im Vergleich zum Parkscheinautomaten mit zusätzlichen Gebühren verbunden.

Seinen Parkschein mit dem Handy zu bezahlen , ist mittlerweile in zehn Städten möglich und so langsam kann es sich auch gegen den klassischen Parkscheinautomaten durchsetzen. Mittlerweile nutzen Autofahrer über 50.000 Mal pro Monat das so genannte Handyparken. Das ergab eine Erhebung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunkation und neue Medien (Bitkom).

Nach Ansicht von Bitkom-Vizepräsident Jörg Menno Harms ist das kleingeldlose Bezahlen der Parkgebühren mit Vorteilen verbunden. Autofahrer können ihre Parkzeit minutengenau abrechnen und die Kommunen sparen die Kosten für Parkscheinautomaten. In der Regel ist eine Teilnahme mit einer Registrierung im Internet verbunden.

In der Praxis unterscheiden sich die Systeme deutlich, sowohl im Preis als auch in der Handhabung. Mal bucht der Nutzer per (kostenpflichtiger) SMS eine Parkzeit von 30 Minuten oder einem Vielfachen davon. Bei anderen Systemen erfolgt die Buchung über einen (gebührenfreien) Anruf bei einer Servicenummer und die Parkzeit wird minutengenau abgerechnet. Allerdings ist keines dieser Systeme kostenlos, verlangen doch alle Anbieter zumindest eine Transaktionsgebühr. In Berlin, wo Autofahrer seit Februar 2005 ihre Gebühren mit dem Handy begleichen können, werden beispielsweise 15 Cent abgerechnet. In Hannover beträgt sie bis zu 46 Cent, hinzu kommt noch eine Grundgebühr in Höhe von bis zu 4,64 Euro pro Monat.

Zehn Städte bieten mittlerweile das Handyparken an, unter anderem Berlin, Duisburg, Hannover, Paderborn, Saarbrücken, Wiesbaden und Flensburg. Weitere Städte wie Detmold und Görlitz planen die Einführung. Doch bisher verhalten sich die Kommunen eher zurückhaltend diesem Verfahren gegenüber. Kein Wunder - ist doch Handyparken bis jetzt nur auf Grund einer Ausnahmeregelung in der Straßenverkehrsordnung möglich, die am 31. Dezember 2007 endet.

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