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Studie: Handy-Kameras verdrängen Digitalkameras

06.06.2006 | 12:33 Uhr |

Sofern ein neue Studie zutrifft, werden Mobiltelefone mit integrierter Kamera herkömmliche Digitalkameras und MP3-Player als das wichtigste Alltags-Gadget verdrängen. Ganz neutral dürfte die Marktuntersuchung aber nicht sein, denn sie erfolgte im Auftrag des Handy-Giganten Nokia.

Kamera-Handys sind das Gadget schlechthin. In Zukunft sollen sie sogar konventionelle Digitalkameras als wichtigstes Mittel, um Fotos zu schießen, ersetzen. Das berichtet die BBC unter Berufung auf eine Studie von Nokia.

Derzeit nutzen bereits 44 Prozent der Befragten eine Handykamera als Hauptkamera. Dabei gibt es aber durchaus regionale Unterschiede. So stammen mit 68 Prozent der Befragten die meisten Nur-Handykamera-Nutzer aus Indien. Dagegen erklärten aber 89 Prozent der befragten US-Amerikaner, dass sie weiterhin eine reine Digitalkamera neben dem Mobiltelefon benutzen wollen.

Auf Stand-Alone-MP3-Player kommen der Studie zufolge ebenfalls harte Zeiten zu. 67 Prozent der Studienteilnehmer erklärten nämlich, dass sie planen, mit einem Multimedia-Handy reine MP3-Player zum Abspielen von Musik zu ersetzen. Ein Drittel der Befragten gaben zudem an, dass sie vom Handy aus im Internet surfen.

Das Handy ersetzt aber nicht nur IT-Produkte wie Digitalkameras und MP3-Player, sondern auch analoge Alltagsgeräte. So nutzen 72 Prozent der Befragten ihr Handy als Wecker und 73 Prozent ersetzen damit sogar eine Armbanduhr.

Die ungeheuere Bedeutung des Handys erkennt man besonders an einer Zahl: Sage und schreibe 33 Prozent der Befragten würden im Zweifelsfall lieber ihre Geldbörse oder Brieftasche verlieren als ihr Mobiltelefon. Und 20 Prozent würde der Verlust des Handys stärker ins Herz treffen, als wenn sie ihren Ehering nicht mehr finden würden.

Für die Nokia-Studie wurden 5500 Menschen zwischen 18 and 35 Jahren in 11 Staaten im Frühjahr 2006 befragt.

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