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Studie: Handhelds zu unsicher für Unternehmenseinsatz

06.08.2003 | 11:48 Uhr |

Im Moment existiert keine uneingeschränkt empfehlenswerte Gesamtlösung für den sicheren Einsatz mobiler Endgeräte in Unternehmen und Verwaltungen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Wirtschaftsinformatik an der TU Berlin, die im Auftrag des Bundesinnenministeriums durchgeführt wurde.

Im Moment existiert keine uneingeschränkt empfehlenswerte Gesamtlösung für den sicheren Einsatz mobiler Endgeräte in Unternehmen und Verwaltungen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Wirtschaftsinformatik an der TU Berlin , berichtet unsere Schwesterpublikation Computerpartner .

Ziel der Studie war es, gängige Produkte für die Anbindung mobiler Endgeräte an ein Unternehmens-Intranet zu überprüfen. Gängige Szenarien, wie Möglichkeiten des Datenabgleichs von Mails, Adressdaten und Kalender wurden unter Berücksichtigung von Sicherheit, Management, Bedienbarkeit und Kosten innerhalb der Studie unter die Lupe genommen. Hier legten die Verfasser der Studie die Anbindung über Direkteinwahl und über Mobilfunknetze zu Grunde und kamen zu folgenden Ergebnissen:

  • Die Pocket-PC-Plattform ist im Auslieferungszustand ohne zusätzliche Software aus Sicherheitsgründen nicht einsetzbar. Die momentan erhältliche und von der TU Berlin getestete Zusatzsoftware löst einige, aber keinesfalls alle Schwächen der Pocket-PC-Plattform.

  • Mobile Endgeräte müssen aus Sicherheitsgründen durch die IT-Abteilung zentral administriert werden. Es ist dafür aber keine Administrationskomponente verfügbar, die den notwendigen Leistungsumfang bietet und dabei keine neuen Sicherheitsprobleme schafft.

  • Die Integration verschiedener Sicherheitslösungen zu einem sicheren Gesamtsystem führt zu einem Flickenwerk unterschiedlichster Produkte. Die Bedienbarkeit überfordert einen durchschnittlichen Anwender und erzeugt hohen Aufwand für die Administratoren.

Auf Grund dieser Ergebnisse kommt Projektleiter Raphael Leiteritz zu folgender Zusammenfassung: "Grundsätzlich glauben wir, dass der Einsatz mobiler Endgeräte im professionellen Einsatz zukünftig eine große Rolle spielen wird. Sie haben das Potenzial, ein mobiles Büro möglich zu machen. Bei genauerer Prüfung mussten wir allerdings feststellen, dass die Technologie immer noch in den Kinderschuhen steckt." Die Studie wurde mit verschiedenen Ipaq-Modellen von Hewlett-Packard durchgeführt.

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