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Studie: Gesundheitsrisiken durch Laserdrucker

01.08.2007 | 16:45 Uhr |

Der Betrieb eines Laserdruckers im Büro kann zu einer Partikelbelastung der Raumluft führen, die teilweise der durch einen Raucher verursachten entspricht.

Australische Forscher haben in einem Bürogebäude 62 verschiedene Laserdrucker namhafter Hersteller auf ihren Ausstoß von Partikeln sehr geringer Größe ("Feinstaub") untersucht und zum Teil hohe Werte gemessen. In einem heute in der wissenschaftlichen Zeitschrift Environmental Science & Technology publizierten Aufsatz haben die Forscher von der Queensland University of Technology ihre Befunde im Detail dargestellt . Die gemessenen Werte variieren unter anderem in Abhängigkeit von Modell und Alter des Geräts. In einem Fall wurde eine Partikelbelastung ähnlich der ermittelt, die von einem Raucher mit brennender Zigarette verursacht wird.

Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Luftbelastung in einem Bürogebäude (mit Rauchverbot) während der Arbeitszeit bis zu fünfmal höher war als draußen neben einer viel befahrenen Straße. Als Ursache machten die Forscher den Toner von Laserdruckern aus. Sie testeten diverse Modelle unterschiedlichen Alters von Herstellern wie Canon, HP, Ricoh und Toshiba. Nach der Auswertung der Messergebnisse teilten sie die Drucker in vier Emissionskategorien ein - von keine bis hohe Partikelemission. Mehr als die Hälfte der Drucker (37) stieß keine messbaren Mengen von Partikeln aus, 17 Geräte hingegen kamen in die höchste Klasse.

Dabei stellten die Forscher allerdings auch fest, dass die Werte bei einem bestimmten Modell von Exemplar zu Exemplar stark schwanken können. So hatten sie etwa zwei HP Laserjet 5 im Testfeld, einer mit hohem Partikelausstoß, einer ohne messbare Emission. Auch Herkunft und Füllstand der Tonerkartuschen scheinen einen Einfluss auf die Luftbelastung zu haben.

Der Toner von Laserdruckern steht im Verdacht Atemwegserkrankungen oder gar Krebs auslösen zu können. Ältere Untersuchungen zu diesem Thema haben jedoch inzwischen eher historischen Wert, da sich sowohl bei der Druckertechnik als auch bei der Zusammensetzung des Toners in den letzten Jahren einiges verändert hat. Woraus der Toner heutiger Drucker besteht und wie schädlich der Staub beim Einatmen tatsächlich ist, haben die australischen Forscher nicht näher untersucht.

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