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Gefahren des Web 2.0 werden unterschätzt

29.09.2008 | 15:15 Uhr |

Viele Firmen reagieren zu zögerlich auf die Gefahren des Web 2.0. Stattdessen würden sich die Sicherheitsmaßnahmen in Betrieben einseitig auf die Abwehr von Risiken durch Mails beschränken, wie eine neue Studie zeigen möchte.

Das Sicherheitsunternehmen Webroot führte die Studie durch. Danach würden bei 30 Prozent der befragten Unternehmen Mitarbeiter private Webmailaccounts vom Arbeitsplatz aus abrufen, Social Networking-Sites ansurfen, Instant Messenger nutzen und Videos auf ihre Arbeitsplatzrechner herunterladen. Ein Drittel der befragten Unternehmen geht zudem davon aus, dass die Mitarbeiter mindestens eine Stunde pro Arbeitstag auf Websites verbringen würden, die in keinem Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit stehen, wie unsere US-Schwesterpublikation PC-World berichtet.

Auf dieses Verhalten der Mitarbeiter seien die Sicherheitsmaßnahmen der Firmen derzeit aber ungenügend vorbereitet. In erster Linie würden sich die Unternehmen darauf beschränken, den Mailverkehr zu überwachen und abzusichern, wie Mike Irwin, COO von Webroot meint. Das habe zur Folge, dass die Verbreitung von Malware aus dem Internet immer mehr zunähme, zum Beispiel durch Downloads von Social Networking-Sites - um 500 Prozent hätten Malware-Downloads von Websites allein im Jahr 2007 zugenommen, wenn man Webroot glauben darf.

Webroot nahm für die Studie 648 Organisationen in den USA, Großbritannien, Australien und in Kanada unter die Lupe.

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