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Studie: Gefahr erkannt, aber nicht gebannt

11.07.2005 | 18:05 Uhr |

Zwar sind sich die meisten Internetbenutzer bewusst, dass in den Weiten des World Wide Web viele Gefahren lauern. Doch dessen ungeachtet surfen viele ohne Virenscanner und/oder Firewall.

Gefahr erkannt, aber nicht gebannt - so könnte man das Ergebnis einer Studie von Symantec und Hörzu zusammen fassen, bei der knapp 3000 Internetnutzer (davon 53 Prozent Frauen) befragt wurden. Denn die Mehrzahl der Deutschen hat zwar Angst vor Betrug im Internet, trotzdem verzichten aber viele Anwender auf Schutzmaßnahmen vor Datenklau.

Rund 60 Prozent der Befragten schätzen das Risiko, selbst Opfer zu werden, als "hoch" oder "sehr hoch" ein. Für die Mehrzahl der Befragten sind Spyware und Adware ein Begriff (51 Prozent) und rund 40 Prozent hatten schon einmal ein Spionageprogramm auf ihrem Rechner.

Die Umfrage zeigt ferner, dass mehr als ein Drittel der Befragten schon einmal eine "Phishing"-Mail erhalten hat. Davon haben rund 75 Prozent die Mails gelöscht, 23 Prozent haben sie geöffnet und ein Prozent sogar persönliche Daten eingegeben!

Das Internet wird von den meisten Anwendern für Einkäufe oder Bankgeschäfte genutzt: 87 Prozent der Teilnehmer tätigen Transaktionen im Web. So mancher steht der Sicherheit des World Wide Web aber skeptisch gegenüber: Knapp 14 Prozent zahlen beim Online-Kauf bewusst nur auf Rechnung oder verzichten gar komplett auf Einkäufe im Netz. Online-Banking kommt für 16 Prozent nicht in Frage, und weit mehr als ein Drittel bricht regelmäßig Vorgänge aus Vorsicht ab.

Lediglich vier Prozent schützen sich vor Spyware und Adware durch ein entsprechendes Programm, obwohl etwa zwei Drittel der Befragten vertrauliche Daten auf ihrem Rechner speichern. Trotz aller Furcht vor den Gefahren des Internets, benutzt nur jeweils knapp ein Drittel Virenschutz und Firewall oder benutzt eine integrierte Lösung, die aus Virenscanner, Firewall und Spam-Filter besteht. Arglose vier Prozent surfen weiterhin komplett ohne Schutz im Netz.

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