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Firmen fürchten schlechte Spam-Filter

12.03.2009 | 14:45 Uhr |

Unternehmen befürchten primär, dass Spam ihre IT-Infrastruktur belastet. Der Verlust wichtiger E-Mails durch ungenaue Spam-Filter ("False Positives") ist weiterer Grund für Sorgen. Dies ergab eine Studie des E-Mail-Sicherheitsanbieters Eleven aus Berlin.

So schätzen IT-Leiter das Spam-Aufkommen ein. Der E-Mail-Sicherheitsdienstleister Eleven aus Berlin befragte 300 DV-Manager.
Vergrößern So schätzen IT-Leiter das Spam-Aufkommen ein. Der E-Mail-Sicherheitsdienstleister Eleven aus Berlin befragte 300 DV-Manager.
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Das Unternehmen Eleven hat während der CeBIT rund 300 IT-Verantwortliche deutscher Firmen zum Thema E-Mail-Sicherheit befragt. Laut der Studie bezeichneten über 41 Prozent der Befragten die Belastung der eigenen IT-Infrastruktur als größte Gefahr durch Spam .

Auch unerwünschte Post muss von E-Mail-Servern verarbeitet beziehungsweise dem Anwender zugestellt werden. Anti-Spam-Systeme sollen helfen, die Flut an Werbe-Müll einzudämmen. Viele Unternehmen greifen hierbei inzwischen auf externe Services zurück, statt In-house-Lösungen zu betreiben, so der IT-Dienstleister. In der Eleven-Umfrage gaben fast 46 Prozent der IT-Leiter an, für die E-Mail-Sicherheit entsprechende Dienste von Spezialisten ("Managed Services") zu nutzen.

Nach Eleven-Angaben sind Anwender bestrebt, Spam-Funktionen auszulagern, um die eigenen IT-Systeme zu entlasten oder sogar Hardware einzusparen. Der Studienverfasser will aber nicht den Eindruck erwecken, Anti-Spam-Outsourcing das Wort zu reden. Die Firma bietet das hauseigene Spam-Sicherheitssystem " eXpurgate " sowohl als Managed Service als auch in Form von In-House-Lösungen an.

Ein großes Problem bei Anti-Spam-Lösungen sind E-Mails, die fälschlicherweise als Müll klassifiziert werden - so genannte False Positives. Für Firmen sind False Positives heikel, denn sie könnten wichtige Informationen oder gar Aufträge enthalten. Elevens Umfrage zufolge glauben über die Hälfte der IT-Leiter, mit hoher Wahrscheinlichkeit schon einmal eine wichtige E-Mail verloren zu haben. Daher zählt die False-Positive-Rate - falls der Hersteller sie denn angibt - neben der Spam-Erkennungsrate zum wichtigsten Auswahlkriterium von Anti-Spam-Werkzeugen.

Wie die Studie ergab, meinen etwa 44 Prozent der Firmen, die das Spam-Aufkommen habe sich innerhalb der letzten zwölf Monate erhöht. Nur rund 16 Prozent gaben an, die Werbe-Müll-Flut sei zurückgegangen. ( Computerwoche /mha)

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