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Studie: Firefox ist von Spyware kaum betroffen

15.02.2006 | 15:39 Uhr |

Nutzer des Internet Explorers sind Spyware-Angriffen sehr viel stärker ausgesetzt.

Im Rahmen einer Studie untersuchten Wissenschaftler der Universität von Washington, in welchen Maße Websites und Downloads inzwischen mit Spyware verseucht sind. Dabei stellten sie fest, dass bereits jeder zwanzigste Software-Download Adware oder Spyware enthält ( wir berichteten ). Sie fanden ferner heraus, dass Nutzer des Firefox-Browsers weit weniger Ziel heimlicher Einschleusung von unerwünschten Programmen sind als Anwender des Internet Explorers.

Die Wahrscheinlichkeit sich Spyware einzufangen ist nach dieser Untersuchung beim Internet Explorer (IE) um den Faktor 21 höher als bei Firefox. Die Wissenschafter hatten mehr als 20 Millionen Web-Adressen automatisiert auf Spyware untersucht und dabei beide Browser in jeweils zwei unterschiedlichen Einstellungen verwendet. Zum einen simulierten sie einen Anwender, der stets auf "Ja" oder "OK" klickt, zum Anderen einen Benutzer, der sich immer für "Nein" oder "Abbrechen" entscheidet, wenn Browser oder Installationsprogramme nachfragen.

Die meisten Angriffe richteten sich auf Sicherheitslücken im IE, vor allem bei ActiveX und Javascript. Die wenigen erfolgreichen Angriffe auf Firefox-Nutzer hingegen nutzten Java-Applets, erforderten jedoch stets die Mithilfe des Anwenders. Eine heimliche Installation von Adware oder Spyware, ein so genannter "Drive-by Download", gelang bei Firefox keiner Website.

Professor Hank Levy, einer der Autoren der Studie, will daraus allerdings nicht ableiten, dass Firefox sicherer wäre als der IE. Man habe für die Untersuchung Browser-Versionen ohne die Installation verfügbarer Sicherheits-Updates verwendet. Dadurch steige die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Spyware-Angriffs. Benutzer des Internet Explorers sollten folglich alle bereit gestellten Sicherheits-Updates installieren.

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