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Studie: Deutschland muss in Informationstechnologie aufholen

In der Informationstechnologie liegt Deutschland einer Branchenanalyse zufolge in wichtigen Bereichen international zurück.

Das gelte für die Ausstattung von Schulen mit Computern ebenso wie für die Ausbildung von Nachwuchskräften und Kapital für Gründer, bilanzierte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Medien (Bitkom) am Donnerstag in Berlin. Positiv entwickele sich der Zugang zu schnellen Internet-Anschlüssen. Der Online-Handel stehe in Deutschland hervorragend da.

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder berichtete, die deutsche IT-Branche wachse doppelt so stark wie die gesamte Wirtschaft. Sie beschäftige inzwischen rund 750.000 Menschen und liege damit gleichauf mit der Automobilindustrie. Und mit dem Handy-TV zur Fußball-WM sei ein Boom für den UMTS-Mobilfunkstandard zu erwarten, die Zahl der Teilnehmer könnte von 2,3 Millionen im Jahr 2005 bis Ende dieses Jahres auf 9 Millionen steigen.

Die Perspektiven für Deutschland gäben aber Anlass zur Sorge: Viele junge Leute könnten großartig mit Computern spielen, sie zeigten aber weniger "Interesse für das, was hinter der Anwendung steckt".

Deutsche Studenten mieden häufig die technischen Fächer, sagte Rohleder. Nur 8,4 Prozent der 20- bis 29-Jährigen hätten im Jahr 2003 einen Abschluss in Natur- oder Ingenieurwissenschaften abgelegt. Zum Vergleich: In Großbritannien, Frankreich und Irland waren es mehr als 20 Prozent. Angesichts der Innovationsflut aus Asien sei das bedenklich.

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