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Studie: Deutsche sind Spitzenreiter beim Online-Kauf

80 Prozent der deutschen Internetnutzer haben innerhalb eines halben Jahres Waren Online eingekauft. Damit sind sie Spitzenreiter in Europa.

Die Deutschen sind in Europa nach einer jüngsten Studie Spitzenreiter in Sachen Online-Einkauf. Insgesamt 80 Prozent der deutschen Internetnutzer haben innerhalb eines halben Jahres im Netz Waren eingekauft, ergab eine von dem Branchenverband EIAA am Dienstag vorgestellte Studie. Im europäischen Durchschnitt hätten dagegen nur 66 Prozent der Anwender das Internet als Einkaufsmöglichkeit genutzt. "Die deutschen Nutzer haben das Internet als Einkaufsstätte angenommen", sagte René Lamsfuß, Mitglied der Forschungsgruppe der EIAA.

Mit durchschnittlich rund zehn Artikeln haben die Deutschen der Studie zufolge doppelt so viele Einkäufe getätigt wie der europäische Durchschnitt, dafür allerdings weniger ausgegeben. Während die deutschen Kunden auf Ausgaben von insgesamt 594 Euro pro Kopf kommen, liegt der europäische Schnitt bei 664 Euro. Urlaubsangebote liegen danach auf der Beliebtheitsskala weit oben. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der deutschen Nutzer haben im Erhebungszeitraum ein Reiseticket online bestellt, 27 Prozent buchten ihren Urlaub über das Netz. Ebenfalls 35 Prozent erwarben Elektronik-Artikel. Für weit mehr als die Hälfte der Nutzer gilt das Internet als wichtiges Informationsmedium für einen Kauf.

Die European Interactive Advertising Association EIAA vertritt als Branchenverband die europäischen Online-Vermarkter und gibt regelmäßig Studien zur Bedeutung des Mediums Internet in Auftrag. Zu den Mitgliedern gehören unter anderen Portalbetreiber wie AOL, Yahoo! und T-Online. Die von den Marktforschungsinstituten SPA und Synovate durchgeführte Studie gehört nach Angaben des Verbands zu den umfassendsten Umfragen in diesem Bereich. Für die Ergebnisse wurden im September und Oktober 2005 insgesamt 7000 Internet-Nutzer in Europa (jeweils 1000 Personen in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Skandinavien sowie jeweils 500 in Belgien und den Niederlanden) telefonisch befragt.

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