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Studie: Datenschutz in Suchmaschinen wird besser

09.08.2007 | 12:55 Uhr |

Die Datenschutzpolitik der großen Suchmaschinenanbieter hat sich ein wenig zum Positiven gewandelt. Dennoch bleibt viel Luft nach oben.

Zu diesem Ergebnis kommt die amerikanische Bürgerrechtsorganisation CDT (Center for Democracy and Technology) in einer gestern veröffentlichten Studie. Sie untersuchte die Datenschutzbestimmungen der Suchmaschinen Google, Microsoft Live Search, AOL, Yahoo und Ask.com.

Demnach verpflichten sich Google und Microsoft, IP-Adressen und Cookie-Daten der Nutzer, die während der Suchabfrage erstellt werden, nach 18 Monaten zu löschen. AOL und Yahoo löschen nach 13 Monaten. Ask.com bietet seit vergangenem Monat an, Suchanfragen und IP-Adressen bereits nach wenigen Stunden wieder zu vernichten. Der Anwender muss das allerdings explizit verlangen, sonst werden die Daten auch hier 18 Monate lang gespeichert.

Die CDT lobt Ask.com für seine Policy zum Datenschutz. "Wir glauben, dass die Anbieter beginnen, die Wahrung der Privatsphäre der Anwender als Wettbewerbsvorteil zu sehen", sagte die CDT-Vorsitzende Leslie Harris. Weil aber nach wie vor in jedem Unternehmen anders mit Nutzerdaten umgegangen werde, gebe es noch erheblichen Verbesserungsbedarf. AOL und Ask.com gäben ihre gespeicherten Daten gar an Google weiter, das ihnen dafür maßgeschneiderte Werbeanzeigen zur Verfügung stelle, heißt es in der Studie. Harris warnt daher vor verfrühtem Optimismus: "Die Anwender sollten mehr Kontrolle über ihre eigenen Daten haben."

Kritik an der CDT-Studie kommt vom CDD , dem "Center for Digital Democracy", einer anderen US-Gruppierung von Befürwortern des digitalen Datenschutzes. "Die Studie ist nicht objektiv genug, da sie sich lediglich den Informationen der untersuchten Unternehmen selbst bedient", sagte CDD-Geschäftsführer Jeff Chester.

Dieser Artikel stammt von Computerwoche.de .

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