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Datennutzung nimmt in Europa rasant zu

Das Marktforschungsinstitut AT Kearney hat im Auftrag der GSM Association die Nutzung mobiler Datendienste untersucht. Dabei kam heraus, dass der europ?ische Markt im weltweiten Vergleich am schnellsten w?chst. Eine Datennutzung ?ber die Landesgrenzen hinweg wollen sich jedoch weiterhin nur wenige Nutzer leisten.

Der europäische Markt für mobile Datendienste wächst rasant. Zu dem Schluss kommt das Marktforschungsinstitut AT Kearney. Es untersuchte im Auftrag der GSM Association, dem Zusammenschluss der GSM-Netzbetreiber, die Nutzung mobiler Datendienste in Europa. Die Untersuchung beruht nach Angaben der GSMA auf aktuellen Daten von 39 europäischen Netzbetreibern, die 59 Prozent der europäischen Nutzer betreuen. 2007 wuchs der Markt demnach um 40 Prozent auf 7 Milliarden Euro. Die Betreiber investierten in der Zeit mehr als 20 Milliarden Euro in Netzinfrastruktur und Services.

Die Zahl der UMTS-Nutzer in der EU verdoppelte sich seit Jahresbeginn auf 112 Millionen Menschen. 22,5 Prozent der Europäer nutzen 3G-Dienste, in den USA und Kanada sind es dagegen nur 18,4 Prozent und im asiatisch-pazifischen Raum sogar nur 3,7 Prozent. Der Grund für die wachsende Akzeptanz liegt nach Meinung von AT Kearney in den fallenden Preisen für den Datenverkehr und die Services sowie die dafür benötigte Hardware.

In einigen europäischen Märkten sind mobile Breitbanddienste mittlerweile billiger als DSL. So gibt es beispielsweise in Großbritannien Angebote für mobiles Breitband ab 13 Euro pro Monat, in Österreich kostet der Einstieg sogar nur 10 Euro. Viele Anbieter hätten heute große Datenpakete im Angebot und neue Methoden, ihre Kunden zu informieren, wenn sie das Limit ihres Tarifes erreicht haben. Außerdem kappen sie die Verbindung, sollte der Kunde nicht antworten.

Die Datennutzung auf Reisen stieg von Januar bis April dieses Jahres um 75 Prozent. Der Zuwachs zeigt allerdings mehr, dass vorher kaum ein Reisender Daten im Ausland abgerufen hat. Denn die Kosten für Datenroaming liegen immer noch in luftiger Höhe. Zwar sanken sie im ersten Quartal 2008 um 25 Prozent, liegen aber immer noch bei 5,06 pro Megabyte. Sie werden in Zukunft weiter fallen, ist sich der Chef der Sparte Government and Regulatory Affairs bei der GSMA, Tom Phillips, sicher: "Der Wettbewerb, auch mit WLAN-Hotspots, wird die Kosten für Datendienste wie E-Mails, Internet und Multimedia innerhalb Europas dramatisch senken."

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