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Studie: Bedrohung der IT-Sicherheit durch eigene Mitarbeiter

23.07.2006 | 13:53 Uhr |

Die größte Bedrohung für die Informations- und IT-Sicherheit eines Unternehmens stellen nicht Viren, Hacker oder Phishing-Attacken, sondern die eigenen Mitarbeiter dar.

Mehr als die Hälfte der Sicherheitsvorfälle in Unternehmen, sind auf die eigenen Angestellten zurückzuführen, berichten die Experten der Nationalen Initiative für Internetsicherheit ( NIFIS ). "Eine aktuelle Studie hat darüber hinaus ermittelt, dass rund drei Viertel der befragten IT-Manager in Deutschland die Aufklärung der eigenen Mitarbeiter hinsichtlich bestehender und potentieller Sicherheitsrisiken als besondere Herausforderung ansehen", sagte Peter Knapp, Vorstandsvorsitzender der NIFIS.

Daraus gehe hervor, dass sich die Unternehmen der zunehmenden Gefahr im eigenen Haus also durchaus bewußt seien. "Es hapert aber noch an der Ergreifung adäquater Maßnahmen, um das davon ausgehende Schadenspotential einzudämmen", sagte Knapp weiterhin.

Aus diesem Grund hat es sich die Selbsthilfeorganisation NIFIS zum Ziel gesetzt, aktive Aufklärungsarbeit bei den Mitarbeitern über aktuelle Bedrohungen zu leisten. Die Führungsebene soll bei der Einführung von Konfliktmanagementsystemen, der angemessenen Ausgestaltung von Arbeitsverträgen und der Beschaffung schützender IT-Systeme unterstützt werden. "Mitglieder erhalten von NIFIS ein Paket an Dienstleistungen und aktiver Beratung, das diese effektiv gegen Angriffe auf die Informations- und IT-Sicherheit absichert", so Dr. Thomas Lapp, Rechtsanwalt und Mediator sowie Vorstand des NIFIS e.V.

Der erste Schritt ist dabei die Ursachenforschung bei der es zwischen bewußter und unbewußter Schädigung zu unterscheiden gilt. Meist ist bloße Unwissenheit um Verhaltensregeln am Arbeitsplatz die Ursache. "In diesem Zusammenhang schaffen die Information und Schulungen der Mitarbeiter am besten Abhilfe", erklärt Dr. Thomas Lapp.

Größere Schwierigkeiten gibt es jedoch bei Sicherheitsvorfällen, die auf Böswilligkeit oder Nachlässigkeit zurückzuführen sind. Ursachen hierfür können fehlende Motivation oder Konflikte zwischen den Mitarbeitern sein. Hierbei empfiehlt NIFIS ein Konfliktmanagementsystem sowie einen innerbetrieblichen Mediator, der zwischen den Problempersonen vermittelt.

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