27.11.2012, 12:08

Benjamin Schischka

Studie

Apple verkauft 11 iPads pro Stunde, Microsoft 0 Surface-Tablets

Apple verkauft mehr: zumindest an einem Tag im Jahr in einem bestimmten Store ©istockphoto.com/imagestock

Marktforscher untersuchen die Verkäufe von Apple- und Microsoft-Tablets. Während Apple scheinbar gut verkauft, liegt Surface wie Blei im Regal. Doch die Untersuchung ist nicht repräsentativ.
Jeden Freitag nach Thanksgiving – dem Black Friday – untersucht ein Team der Investment Bank Piper Jaffray das Kaufverhalten der Kunden in einem Apple Store in einem Einkaufszentrum in Minneapolis. Dieses Jahr schaute sich das Team auch den Microsoft Store am anderen Ende der Halle an – allerdings nur für zwei Stunden, während Apple acht Stunden Aufmerksamkeit bekam. Als Fazit zieht das Team: Bei Microsoft war 47% weniger los als bei Apple. Im Apple Store haben die Kunden 17,2 Produkte pro Stunde gekauft, bei Microsoft waren es im gleichen Zeitraum nur 3,5 Produkte. Bis auf zwei Produkte handelte es sich bei den Microsoft-Verkäufen um Xbox-Games.
 
Von den 17,5 Produkten aus dem Apple Store waren 11 iPads – iPad Minis mitgezählt. Bei Microsoft wurde in den zwei Stunden kein einziges Surface-Tablet verkauft, berichtet das Team. Im Jahr zuvor zählte das Team jedoch noch rund 15 verkaufte iPads pro Stunde im Schnitt. Im Jahr davor waren es knapp 9. Gleichzeitig sinkt die Rate der stündlich verkauften Macs von 13 im Jahr 2008 auf 3,9 im Jahr 2012. Wie gesagt: Alle Messungen beziehen sich nur auf einen einzigen Freitag im Jahr und nur auf einen Apple Store. Die Aussagekraft der Zahlen ist daher sehr mau und darf höchstens als tendenziell für den Raum Minneapolis gesehen werden. Zumal zwei Stunden für den Microsoft Store nochmals knapper bemessen sind und einen Vergleich fast nicht zulassen.
 
In Lone Tree nahe Denver hat ein anderes Team einen Videovergleich des Publikumverkehrs im Apple Store und im Microsoft Store durchgeführt. Es entsteht der Eindruck, dass im Apple Store deutlich mehr Kunden unterwegs sind:
 
Neben diesen Zahlen und Bildern deuten aber auch andere Fakten auf einen eher schlechten Verkaufsstart der Surface-Tablets hin – etwa der Bericht einer Tageszeitung, dass Ballmer selbst gesagt haben soll, dass die Verkäufe eher gemächlich starten. Microsoft hat den Bericht später dementiert.
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