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Studie: Anwender zunehmend besorgt über Angriffe im Web

26.07.2007 | 16:15 Uhr |

Laut einer aktuellen Studie wächst unter Anwendern in Unternehmen das Bewusstsein für die Gefahren von Web-basierten Angriffen. Deutsche Internet-Nutzer sind demnach im internationalen Vergleich etwas aufmerksamer als andere Nationalitäten.

Der Antivirus-Hersteller Trend Micro hat die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die sich mit dem Risikobewusstsein von Unternehmensanwendern und ihren Erfahrungen mit Web-basierten Angriffen beschäftigt. Dazu wurden etwa 1600 Anwender in Deutschland, Großbritannien, Japan und in den USA befragt. Im Durchschnitt sind bereits mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Befragten für die von den so genannten "Web Threats" ausgehenden Gefahren sensibilisiert. Deutsche Unternehmensanwender liegen mit 64 Prozent vorne, in Japan sind es hingegen nur 43 Prozent.

Die befragten Anwender stufen die Risiken Web-basierter Angriffe höher ein als etwa die von Phishing oder Spam. Auf der Rangliste der größten Gefahren für die IT-Sicherheit folgen die Web Threats in der Wahrnehmung der Anwender hinter Viren und Trojanischen Pferden auf dem dritten Platz.

Das Bewusstsein für Online-Risiken scheint in den meisten Ländern von der Unternehmensgröße abzuhängen. In Deutschland und Großbritannien sind Anwender in kleinen Unternehmen offenbar besser informiert als die in Großunternehmen, in Japan ist es genau anders herum. In den USA zeigt sich hingegen kein derartiger Zusammenhang.

Wie Raimund Genes, Präsident von Trend Micro Europa, erläutert, sind Web Threats durch die Kombination verschiedener Angriffstechniken, die explosionsartige Verbreitung von Varianten sowie zielgerichtete und regional begrenzte Angriffe gekennzeichnet. Das Schadenspotenzial von Web Threats sei immens und reiche von Identitätsdiebstahl und dem Verlust vertraulicher Unternehmensdaten über beschädigte Markenreputation bis zum schrumpfenden Vertrauen der Endanwender in den Online-Handel.

In Deutschland sind 53 Prozent der Befragten vor allem über gefährliche Downloads besorgt - eine Befürchtung, die 40 Prozent der britischen Umfrageteilnehmer teilen. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten versucht sich mit Sicherheits-Software vor diesen Gefahren zu schützen. Amerikanische Anwender geben an, beim Aufruf von Websites selektiver vorzugehen, Deutsche sind bei erhaltenen Mails besonders vorsichtig.

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