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Studie: Anwender vernachlässigen SOA-Governance

18.01.2007 | 10:46 Uhr |

Beim Einführen einer Service-orientierten Architektur (SOA) denken die wenigsten Unternehmen an wirksame Governance-Mechanismen.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie der US-amerikanischen Online-Publikation eBizQ, die vom Softwarehersteller Progress unterstützt wurde. Von den rund 300 befragten IT-Verantwortlichen aus unterschiedlichen Branchen gaben nur 6 Prozent an, Governance-Verfahren in ihrer SOA eingerichtet zu haben. In vielen Unternehmen halte das Steuerungs- und Regelsystem mit der Einführung einer SOA nicht Schritt, urteilen die Initiatoren der Online-Umfrage.

Zwar befasse sich die Mehrheit der Organisationen aktiv mit dem Thema SOA, eine zentrale Administration und Steuerung der installierten Systeme beruhe aber meist auf manuellen Verfahren. So nutzten weniger als 6 Prozent der Befragten ein automatisches Monitoring. Nur knapp 5 Prozent prüften beim Einstellen von Softwarerservices in ein Repository automatisch, ob diese mit Vorschriften und Methodenvorgaben im Unternehmen konform sind.

Bereits 65 Prozent der interviewten Firmen arbeiteten bereits an SOA-Projekten, so ein weiteres Ergebnis. Die meisten starteten mit wenigen Services und erweiterten die SOA inkrementell. Als wichtigsten Grund für die SOA-Vorhaben nannten 64 Prozent eine verbesserte Agilität des Unternehmens. Damit verbunden sei auch die Hoffnung, Geschäftsprozesse zu optimieren und Softwarekomponenten mehrfach verwenden zu können. Informationen zum Thema SOA-Governance finden Sie auch im SOA-Expertenrat der COMPUTERWOCHE. (wh)

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