20.03.2012, 11:11

Panagiotis Kolokythas

Studie

Angry Birds & Co. verschwenden Akku-Leistung

Werbefinanzierte Gratis-Apps vergeuden Strom ©iStockphoto / MerveKarahan

Viele kostenlose, werbefinanzierte Spiele-Apps verschwenden unnötig Akku-Leistung. Das ist das Ergebnis einer Studie, deren Ergebnis NewScientist veröffentlicht hat.
Das US-Fachmagazin NewScientist hat das Ergebnis einer Studie veröffentlicht, in der der Computer-Wissenschaftler Abhinav Pathak untersucht hat, wie sich die Nutzung von kostenlose - weil werbefinanzierte - Android-Apps auf die Akku-Laufzeit der Geräte auswirkt. Das Ergebnis grob zusammengefasst: Bis zu 75 Prozent der von den kostenlosen Varianten der Android-Apps benötigten Energie wird benötigt, um Werbung herunterzuladen und auszuliefern und/oder das Nutzerverhalten zu überwachen und zu melden. Die Nutzung einer einzelnen webefinanzierten Gratis-App könne dafür ausreichen, den Akku eines Geräts nach 90 Minuten zu leeren.
Abhinav Pathak hat das Verhalten von populären werbefinanzierten, kostenlosen Android-Apps analysiert, zu denen beispielsweise Angry Birds, Free Chess und NyTimes zählten. Dabei fand er heraus, dass nur 10 bis 30 Prozent der Energie von den Apps für deren eigentlichen Kernfunktionen genutzt wird.
Verdeutlicht wird dies anhand des Beispiels von Angry Bird: Hier werde nur 20 Prozent der Energie genutzt, um das Spielgeschehen zu berechnen und auf dem Display darzustellen. 45 Prozent der Energie verschwende das Spiel dagegen, um den Standort des Spielers per GPS zu ermitteln und diesen Standort über eine 3G-Verbindung an Werbeserver zu übermitteln, damit diese an das Endgerät die passende Werbebanner zurücksenden können. Dabei werde die 3G-Verbindung immer für 10 Sekunden aufrechterhalten, obwohl die Datenübertragung schon längst abgeschlossen sei. Für diese 3G-Verbindung werde unterm Strich 28 Prozent des gesamten Energiebedarfs der App verschwendet.
Pathak begründet die Energieverschwendung der werbefinanzierten Gratis-Apps damit, dass der von den Entwicklern genutzte Dritt-Hersteller-Code ineffizient sei, der verwendet wird, um über die Einblendung von Werbung für Einnahmen zu sorgen. Der Computer-Wissenschaftler will im kommenden Monat seine Studie ausführlich auf dem EuroSys 2012 in Bern (Schweiz) vorstellen.
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