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20 Millionen Deutsche sind offline

08.07.2010 | 16:45 Uhr |

Fast jeder vierte Deutsche geht nicht ins Internet. Der Grund liegt nicht nur in mangelnden Breitbandanschlüssen.

Einer Studie der Initiative D21 - ein Zusammenschluss aus Unternehmen und Behörden - zufolge sind fast 20 Millionen Deutsche noch nicht online. 16 Millionen wollen es auch gar nicht sein. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der Offliner aber von 26,6% auf 24,2% abgenommen. Auch interessant: Während 79,5% der Männer im Internet sind, sind es bei den Frauen nur 64,8%.

Weniger überraschend ist die Nutzung nach Altersgruppen: 97,5% der Schüler sind im Netz, aber nur knapp 50% der über 50jährigen. Starke Unterschiede in der Nutzung gibt es auch nach Bildungshintergrund: Abiturienten oder Uni-Absolventen sind zu 88,8% im Internet unterwegs - Hauptschüler nur zu 56,6%. Schaut man sich die Internetzugänge an, fällt auf, dass weniger als 50% einen Breitbandanschluss haben, seit 2009 sind es auch nur 0,4% mehr geworden.

Die meisten Onliner sind übrigens in Bremen (80%) zu finden, die wenigsten in Mecklenburg-Vorpommern (62,7%). Überhaupt fällt in der Statistik ein starkes West-Ost-Gefälle auf. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern steht Deutschland auf dem 7. Platz (77%) hinter Island (93%), Norwegen, Schweden, Niederlande, Dänemark und Großbritannien (82%). Am schlechtesten schnitt Rumänien mit 33% ab.

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