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Wenn Communities zum Problem werden

04.07.2008 | 16:00 Uhr |

Betrunken, halbnackt und kontaktfreudig – so präsentieren sich viele auf Community-Seiten wie StudiVZ. Aber Vorsicht: Solche Seiten sind für jeden frei zugänglich - auch für den Arbeitgeber.

Wer heute Informationen über Personen sucht, hat es wesentlich leichter als noch vor fünf Jahren. Oft gibt Google schon explizite Informationen preis. Reicht das nicht, helfen Personensuchmaschinen wie Yasni und Spock weiter. Aber für die Privatsphäre besonders kritisch sind Communities, auch Social Networks genannt. Nirgendwo präsentieren User mehr persönliche Informationen als hier, und gerade Personalabteilungen interessieren sich vermehrt für die Profile ihrer Job-Aspiranten.

Besonders die Gruppenzugehörigkeit zeichnet ein deutliches Bild der Person hinter dem Profil. 1184 Mitglieder mit der Zugehörigkeit zu der Gruppe „Kiffen ist ´ne Leidenschaft“ geben bei StudiVZ ihren Drogenkonsum offen zu. 1713 Mitglieder tragen in der Gruppe „Ich mag Sex von hinten – da können beide fernsehen“ offenherzig ihre bevorzugten sexuellen Praktiken zur Schau. 1514 Personen sind Mitglied der Gruppe „Rauchen – Saufen – Rumhuren“. Und 6078 offenbaren ihre Arbeitsmoral mit der Gruppe „Eigentlich sollte ich arbeiten, aber stattdessen bin ich online“. Dass die Mitgliedschaft in solchen Gruppen nicht immer ganz ernst gemeint ist, sei dahingestellt. Solche expliziten Statements können dennoch negativ ausgelegt werden und so manchen potenziellen Arbeitgeber abschrecken.

Was die Personalabteilung von solchen Statements hält, welche Konsequenzen der öffentliche Striptease haben kann und wie Sie fatale Fehler vermeiden, lesen Sie in dem Artikel unserer Schwesterpublikation TecChannel „ Die Community-Falle – Social Networks als Karriere-Killer “.

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