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Hotline-Ärger und Handy ohne Bestellung

12.12.2007 | 12:45 Uhr |

Früher gab es so ziemlich allerlei, was man seinem ärgsten Feind nicht an den Hals gewünscht hätte. Heutzutage mag man niemandem wünschen, auf eine Hotline angewiesen zu sein. Ich persönlich hege ohnehin schon eine tiefe Abneigung gegenüber Hotlines, vor allem dann, wenn man mit einer Maschine sprechen muss, die mehr oder weniger hörgeschädigt ist und einen Tausend Mal dasselbe fragt. Am Mittwoch war es wieder so weit: Ich musste eine Hotline anrufen – die von T-Com.

Da komme ich also von der Arbeit heim, schaue in den Briefkasten und stelle verwundert fest, dass bei einer Nachbarin ein Päckchen für mich abgegeben wurde. Von der DHL. Während ich zur Nachbarin marschiere, überlege ich noch krampfhaft, wer mir denn ein Päckchen schickt, denn schließlich habe ich keins erwartet. Die freundliche Nachbarin überreicht mir das Päckchen und siehe da – es stammt von der Deutschen Telekom.

Ein Weihnachtsgeschenk? Lebkuchen oder andere Süßigkeiten? Flugs ausgepackt purzelt mir ein Handy entgegen. Mein erster Gedanke: „Ich will kein Handy“. Das war dann auch gleich mein zweiter Gedanke und schon studierte ich den beiliegenden Zettel. „Unsere Lieferung an Sie“, hieß es dort. Ansonsten nur eine Bestellnummer und gottlob auch eine Telefonnummer, an die man sich bei Fragen zu dieser Lieferung wenden soll.

Ich könnte das Päckchen nun einfach zurückschicken, doch war das Interesse in mir geweckt, wie die Deutsche Telekom dazu kommt, mir ein Handy und – so wird es mit dem Schreiben auch versprochen – in den nächsten Tagen eine Rechnung zukommen zu lassen.

Vage erinnere ich mich an ein Telefongespräch in der vergangenen Woche. Eine Dame hatte gleich zwei Mal hintereinander angerufen und mir schließlich eine Telefon-Flatrate für meinen Festnetzanschluss aufgeschwatzt. Wenn ich sofort zuschlagen würde, so die Dame, sei das Angebot besonders günstig. Während des Telefonats habe ich parallel im Internet gesurft und festgestellt, dass ich tatsächlich ein paar Euro sparen würde und dann auch zugesagt.

Eine Woche später halte ich nun ein Handy in der Hand - "XTRAPAC MOT Motofone F3 gid telak", heißt es kryptisch im Lieferschein. Und je länger ich den Lieferschein und das Handy betrachte, desto mehr wächst auch die Gewissheit, dass ich es nicht haben will. Ich bin mit meinem eigenen Handy und mit meinem eigenen Handy-Tarif bei O2 äußerst zufrieden. Da will ich kein T-Mobile-Gerät und schon gar keinen Tarif bei denen, vor allem ungefragt. Und das Handy selbst sieht ohnehin schrottig aus.

Also rufe ich die T-Com-Hotline an. Schließlich steht ja in dem Schreiben zum Handy, ich solle bei Rückfragen die Nummer 0800/33 01 906 wählen.

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