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Strengere Regelungen für Privatkopien gefordert

03.11.2004 | 13:50 Uhr |

Privatkopien sollten nur noch vom eigenen Original angefertigt und auch nicht mehr für Dritte hergestellt werden dürfen. So lauten zwei der Regelungen, für die sich jetzt die Phonoverbände ausgesprochen haben.

Die deutschen Phonoverbände haben sich für strengere Regelungen hinsichtlich der Privatkopie ausgesprochen. "Wir brauchen eine Einschränkung der massenhaften Musikkopien", so der Vorsitzende der deutschen Phonoverbände Gerd Gebhardt. "Schon heute werden viermal so viele Musikkopien gebrannt wie Originale verkauft. Deswegen fordern wir die Bundesregierung auf, die ausufernde Zahl legaler Privatkopien zu begrenzen.“

Eine sinnvolle Maßnahme in den Augen Ifpi wäre , dass Privatkopien nur noch vom eigenen Original angefertigt werden dürfen. Des Weiteren sollen sie nicht mehr für Dritte hergestellt werden dürfen, sondern einzig und allein für den Besitzer selbst.

Auch die Aufnahme von Stücken aus Rundfunk und Internetradios ist den Phonoverbänden ein Dorn im Auge. Ginge es nach dem Dafürhalten der Verbände, so sollten entsprechende Aufnahmen "nur noch zum zeitversetzten Hören“ gespeichert werden dürfen. Intelligente Aufnahmesoftware, die es erlaubt, Einzelstücke automatisch abzuspeichern, sollte verboten werden.

Die Industrie verspricht sich davon eine Stärkung für die Zukunft. Gerd Gebhardt erklärte dazu: "Die Regelungen der Privatkopie werden immer stärker ausgenutzt. Damit die Musikwirtschaft auch in Zukunft in funktionsfähigen Märkten agiert, ist eine Kopiererlaubnis auf die wirklich privaten Interessen zu begrenzen. Der Regierungsentwurf zur Novelle des Urheberrechtsgesetzes muss diese Gedanken aufnehmen, wenn er der technischen Entwicklung nicht permanent nachhinken will."

Zweiter Korb des Urheberrechtsgesetzes: Eckpunkte & Diskussion (PC-WELT Online, 16.09.2004)

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