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Streit um Gesichtserkennungsapp für Google Glass

16.01.2014 | 05:32 Uhr |

Eine neue App für Google Glass, die Gesichter mit ihren jeweiligen Online-Profilen verbindet, ruft Datenschützer und Google auf den Plan.

Mit einer neuen App für Google Glass soll es künftig möglich sein, Fremde in wenigen Sekunden zu durchleuchten und verfügbare Daten abzurufen. Die NameTag getaufte Anwendung von FacialNetwork fotografiert hierfür das Gegenüber und gleicht die Daten mit den Servern des Unternehmens ab, auf denen Millionen anderer Nutzerdaten liegen werden. Nach wenigen Augenblicken werden verfügbare Informationen aus Facebook, Twitter, Dating-Webseiten oder weitere Bilder zusammengetragen.

Was nach Science-Fiction klingt, könnte also schon bald Realität werden. Datenschützer hingegen warnen vor den Gefahren derartiger Programme. Sowohl die Privatsphäre als auch die riesige Sammlung an Daten könnte Persönlichkeitsrechte schnell untergraben.

Google Glass schießt Fotos mit einem Augenzwinkern

NameTag befindet sich derzeit in der Beta-Phase. Die Macher wollen ihre Software nur auf Googles Datenbrille Glass anbieten. Zwar schließt Google derzeit Anwendungen zur Gesichtserkennung noch aus seinem Store MyGlass aus, die Entwickler von NameTag rechnen jedoch fest damit, dass ihre App in naher Zukunft verfügbar sein wird.

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