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Streit zwischen EU gegen Microsoft geht in eine neue Runde

20.09.2005 | 17:19 Uhr |

Die Europäische Kommission streift erneut die Box-Handschuhe im Duell mit Microsoft über. Denn Konkurrenten des Redmonder Unternehmens haben der Wettbewerbskommissarin Hinweise für kartellrechtliche Verstöße von Microsoft zukommen lassen.

Die Europäische Kommission hat Hinweise auf erneute Kartell-Verstöße von Microsoft bekommen. Das bestätigte die Behörde jetzt.

Die Hinweise kämen aus der Industrie und zwar von Konkurrenten der Redmonder Softwareschmiede. Die neuen Vorwürfe stehen dabei in keinem Zusammenhang mit dem bereits laufenden Verfahren der EU gegen Microsoft, in dessen Verlauf die Redmonder gezwungen wurden, ein abgespecktes Windows XP ohne Media Player anzubieten, wie ein Sprecher der EU klar stellte.

"Die Europäische Kommission habe eine Reihe von informellen Beschwerden über Microsoft erhalten", war aus Brüssel zu hören. Die Kommission prüft die neuen Vorwürfe. Erst nach Abschluss dieser Prüfung wird sie sich dazu äußern, ob ein neues Verfahren gegen Microsoft eingeleitet wird.

Die für Wettbewerb zuständige Kommissarin Neelie Kroes äußerte sich gegenüber der New York Times aber bereits dahingehend, dass sie durchaus Maßnahmen gegen Microsoft einleiten würden: "Wir werden nicht warten und nichts tun."

Details zu den Vorwürfen sind noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Es scheint sich aber um die Bündelung von Produkten innerhalb der Microsoft Office-Software zu handeln.

Richter im EU-Kartellprozess gegen Microsoft ausgewechselt (PC-WELT Online, 11.07.2005)

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