143058

Streit um iPod-Klon: Apple auf Schadenersatz verklagt

07.01.2007 | 14:12 Uhr |

Der US-Computergigant Apple sieht sich einer Schadenersatzklage in Höhe von 100 Millionen US-Dollar gegenüber.

Stein des Anstoßes ist der MP3-Player „Super Shuffle“ des taiwanesischen Elektronikherstellers Luxpro . Aufgrund der großen Ähnlichkeit zum kurz vorher angekündigten „IPod Shuffle“ hatte Apple einen Verkaufsstop des Geräts erwirken können. Wie die Financial Times berichtete, konnte sich Luxpro jedoch vor taiwanesischen Gerichten in zwei Instanzen durchsetzen, nachdem das Unternehmen Einspruch erhoben hatte. Die endgültige Aufhebung des Verkaufsstops trat dann vor wenigen Wochen durch das Bezirksgericht Shihlin in Kraft.

Der „Super Shuffle“ wurde im März 2005 auf der CeBit vorgestellt und erregte dort internationales Aufsehen. Hohe Verkaufserfolge konnte Luxpro durch den Verkaufsstop-Skandal jedoch nicht verbuchen. Mit der Schadenersatzklage will sich der taiwanesische Elektronikhersteller nun die entgangenen Einnahmen wieder zurückholen. "Wir werden deshalb noch vor Monatsende bei einem taiwanesischen Gericht eine Schadenersatzklage gegen Apple einreichen", bestätigte Wu Fu-chin, Aufsichtsratvorsitzender von Luxpro.

Rivale Creative freute sich erst im August 2006 über 100 Millionen US-Doller von Apple. In einem Rechtsstreit um ein Software-Patent, welches es dem Nutzer ermöglicht, innerhalb von Alben und Titeln zu navigieren, hatte Apple den Kürzeren gezogen. Apple musste sich dem Vorwurf stellen, die Creative-Software widerrechtlich in seinen iPods zu verwenden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
143058