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Streit um Sicherheitslücken in Windows XP verschärft sich

12.06.2001 | 11:52 Uhr |

Glaubt man englischsprachigen Medienberichten, geht es im Streit um die Sicherheitslücken bei Windows XP in eine neue Runde: Der Sicherheitsexperte Steve Gibson entwickelt angeblich ein Tool namens "Spoofarino" - mit dessen Hilfe er die Lücken nachweisen will.

Glaubt man dem englischsprachigen Informationsdienst "The Register" , geht es im Streit um die Sicherheitslücken bei Windows XP in eine neue Runde: Der Sicherheitsexperte Steve Gibson entwickelt angeblich ein Tool namens "Spoofarino". Mit Hilfe des Tools will er "auf kontrollierte Art und Weise" die Sicherheitslücken nachweisen bevor das Betriebsystem auf den Markt kommt.

Hintergrund für seine Handlung: Bis jetzt fühlt sich Steve Gibson von Microsoft noch nicht so recht verstanden. Der Sicherheitsexperte sorgte vor kurzem mit seiner Behauptung, Windows XP erleichtere DoS-Attacken und würde dadurch die Stabilität des Internets massiv gefährden für Aufregung.

Die Vorwürfe hatte Steve Gibson damit begründet, dass Microsoft in Windows XP ähnlich wie in Windows 2000 die volle Networking Technology der Unix Sockets implementiert habe.

Microsoft wies diese Vorwürfe umgehend zurück ( wir berichteten ) und betonte, dass Microsoft Betriebssysteme schon immer einige der Funktionalitäten besessen hätten, die Gibson anspricht. Programme mit denen sich DoS-Angriffe durchführen lassen, würden auf jedem Betriebssystem laufen. Eine Stellungnahme von Microsoft können Sie hier nachlesen.

Wer über gute Englischkenntnisse verfügt und ein wenig Zeit übrig hat, sollte sich die Zusammenfassung von Steve Gibson nicht entgehen lassen: Auf seiner Website hat er unter dem Titel "Why Windows XP will be the Denial of Service Exploitation Tool of Choice for Internet Hackers Everywhere" seine Ansichten und die Korrespondenz mit Microsoft zusammengestellt.

Sicherheitsexperte: Windows XP gefährdet Stabilität des Internets (PC-WELT Online, 01.06.2001)

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